Stadt zieht Bilanz

Noch einmal eintauchen: Heute letzte Öffnung im Freibad Gemünden

Absprung vom Drei-Meter-Brett: In das Freibad Gemünden wurden in diesem Jahr rund 267 000 Euro investiert – unter anderem in neue, helle Bodenplatten rund um die Becken. Ein Bild davon machten sich mit Schwimmmeister Willi Bornmann (unten Mitte) Daniela Gleim (Stadtverwaltung) und Bürgermeister Frank Gleim.
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Absprung vom Drei-Meter-Brett: In das Freibad Gemünden wurden in diesem Jahr rund 267 000 Euro investiert – unter anderem in neue, helle Bodenplatten rund um die Becken. Ein Bild davon machten sich mit Schwimmmeister Willi Bornmann (unten Mitte) Daniela Gleim (Stadtverwaltung) und Bürgermeister Frank Gleim.

Die Badesaison endet nun auch in Gemünden. Am heutigen Freitag hat das am Ortsrand gelegene Freibad zum letzten Mal in diesem Jahr geöffnet. Damit endet in der Wohrastadt auch die zweite Badesaison unter Corona-Bedingungen.

Gemünden – An 53 Öffnungstagen in diesem Jahr wurden 7137 Badegäste gezählt. Das sind wesentlich mehr als 2020, als rund 6000 Besucher registriert worden waren (54 Öffnungstage). Eigentlich ein Grund zur Freude für Gemündens Bürgermeister Frank Gleim. Diese Steigerung rückt durch eine Sonderregelung aber in ein anderes Licht.

Der Verwaltungschef wies im Bilanz-Pressegespräch mit der HNA auf 539 Freikarten hin, die an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren in den Sommerferien verteilt worden waren. Dieser kostenlose Eintritt wurde über Saisonkarten gewährt. Allein in diesem Sektor gab es 1942 Besuche. Bezahlt wurde der Eintritt für Kinder und Jugendliche aus Bußgeldern, die der Landkreis Waldeck-Frankenberg für Verstöße gegen Corona-Regeln eingenommen hatte.

Frank Gleim ist überzeugt davon, dass dieses Jahr wesentlich mehr Menschen das rund 4200 Quadratmeter große und idyllisch inmitten viel Grün gelegene Freibadgelände aufgesucht hätten, wenn das Wetter besser gewesen wäre: „Bei diesem durchwachsenen Sommerwetter mit teils kühlen Temperaturen war nicht mehr drin.“

Lob zollte der Bürgermeister seiner Mitarbeiterin Daniela Gleim, die in der Gemündener Stadtverwaltung für Schwimmbad-Angelegenheiten zuständig ist: „Das von ihr ausgearbeitete Hygienekonzept hat wesentlich für einen reibungslosen Badebetrieb beigetragen. Das hat auch das Kreisgesundheitsamt attestiert.“

Ob es im nächsten Jahr wieder annähernd so hohe Besucherzahlen in Gemünden geben wird wie in vergangenen Jahren mit normalem Saisonbetrieb – 2019 waren es rund 27 000 Besucher – steht in den Sternen. Die Stadt Gemünden lässt sich davon aber nicht abschrecken. Sie ist optimistisch und investiert in ihr Freibad, das aus den 1950er-Jahren stammt. Die bislang letzte grundhafte Sanierung war im Jahr 1991.

„Um das Erscheinungsbild nachhaltig zu verbessern, war in diesem Jahr eine umfassende gestalterische Erneuerung des vorhandenen Bodenbelages, sprich Platten, plus Untergrund und Umrandung rund um den Schwimmer-, Nichtschwimmer- und Sprungturmbereich notwendig“, so Frank Gleim.

Außerdem gehörte die Installation eines neuen Kassenautomats mitsamt elektrischer Infrastruktur zu den aktuellen Investitionen. Gesamtkosten für beide Posten: rund 267 000 Euro. Es gab eine Förderung von rund 116 000 Euro. Diese Maßnahmen erfolgten durch die Teilnahme am Förderprogramm „SWIMM“ des Landes Hessen.

Zunächst zurückgestellt aus Kostengründen allerdings ist eine geplante Modernisierung der Technikanlage inklusive Warmwasseraufbereitung der sanitären Anlagen. Dazu Pumpen- und Maschinensteuerung.

Für die Warmwasseraufbereitung soll eine thermische Solaranlage auf dem Dach des Gebäudes der Umkleidekabinen installiert werden.

Ein neuer Antrag auf Förderung wird hierfür gestellt. Möglicherweise ist eine Summe von 39 000 Euro zu erwarten. Es könnten Gesamtkosten von rund 300 000 Euro entstehen. Darüber werden sich demnächst die Stadtverordneten während der Beratung des Haushaltsplans 2022 den Kopf zerbrechen.

Info: Das Freibad ist heute noch einmal von 9 bis 13.30 und von 14.30 bis 19 Uhr geöffnet.

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