Grundschulstandorte im Landkreis Waldeck-Frankenberg in der Diskussion

Noch keine Entscheidung

Hoch die Hände: Unser Symbolbild zeigt Grundschüler im Unterricht. Derzeit fragt man sich in Eppe, Rhena und Freienhagen, ob die dortigen Schulen erhalten bleiben. Foto: Archiv

Waldeck-Frankenberg. Eines hob Landrat Dr. Reinhard Kubat im Kreistag besonders hervor: Die Entscheidung über die Zukunft der Grundschulen in Eppe, Rhena und Freienhagen sei noch nicht gefallen. Der Kreisausschuss habe auch keinen Vorschlag zur Schließung gemacht.

Der Hintergrund: Laut Eigenbetrieb Gebäudemanagement müssten in die sieben kleinsten Grundschulstandorte im Landkreis in den Jahren 2013 bis 2017 insgesamt 8,1 Millionen Euro investiert werden – allein in die oben genannten drei 2,5 Millionen Euro. Damit wären die Investitionskosten pro Schüler deutlich höher, als der Kreis im neuen Schulentwicklungsplan vorgesehen hat. In den Änderungsvorschlägen zum Plan war daher vermerkt, dass noch zu entscheiden sei, ob die Standorte erhalten oder geschlossen werden sollten (HNA berichtete).

Jährlich investiere der Landkreis mehr als 15 Millionen Euro in seine Schulen, erklärte der Landrat jetzt dazu, als er den Entwurf des Plans für die Jahre 2013 bis 2017 im Kreistag einbrachte. Sehr kleine Standorte würden dabei verhältnismäßig viele Ressourcen binden, Gleichzeitig gebe es mehr als 60 Klassenräume im Landkreis Waldeck-Frankenberg, die derzeit nicht als solche genutzt würden.

Aus Elternsicht sei nachvollziehbar, dass man die Schule im eigenen Ort erhalten wolle, ergänzte Kubat. Die Bandbreite der Argumente sei dabei vielschichtig, man müsse auch die komplette Schullandschaft betrachten. Schließlich habe man Kommunen, in denen es mehrere Grundschulstandorte gebe, während andere vergleichbarer Größe nur eine Grundschule hätten. Daher müsse man über die jetzigen Strukturen nachdenken. Man stehe vor der Frage: Investieren – oder die Schüler innerhalb der Gemeinde in andere Schulen schicken? Eine Entscheidung, Schulstandorte aufzugeben, falle jedem hier im Saal schwer, meinte Kubat mit Blick in den Kreistag, der diesmal in der Vöhler Henkelhalle tagte. Noch sei sie nicht gefallen, betonte der Landrat. Dies steht möglicherweise für den 19. Dezember an, wenn der Kreistag über den Schulentwicklungsplan beraten und abstimmen soll.

Keine neue Oberstufe

Zu einem Thema in der Schullandschaft, über das unlängst Diskussionen gab, machte Kubat eine klare Aussage: Die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe in Battenberg sei derzeit überhaupt kein Thema.

Von Matthias Müller

Quelle: HNA

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