Beim Tag der Ausbildung am 22. August präsentieren sich 54 regionale Ausbilder

Nötiges Wissen für die Karriere

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Frankenberg - Maschinen- und Anlagenführer, Stuckateur, Technischer Produktdesigner, Verfahrensmechaniker oder Fachleute für Systemgastronomie: In der Region gibt es zahlreiche Ausbildungsberufe, die relativ unbekannt sind. Insgesamt 54 Firmen und Institutionen zeigen am Donnerstag die Vielfalt der Möglichkeiten für junge Menschen.

Die Region hat weit mehr Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten als Lehrstellen für Bürokaufleute, KFZ-Mechatroniker und Dachdecker. Beim Tag der Ausbildung am nächsten Donnerstag zeigen 54 Firmen und Institutionen aus der Region, welche Karrieren in ihren Betrieben begonnen werden können. Darunter sind einige, die zum ersten Mal dabei sind, darunter ein Schnellrestaurant, ein Möbelhaus, ein Discounter und eine Krankenkasse.

Für die 15. Ausbildungsmesse, die von der Kreishandwer­kerschaft, der Agentur für Arbeit, dem Verband der Metall- und Elektrounternehmen in Nordhessen, der Ortenbergschule und Viessmann gemeinsam organisiert wird, haben sich so viele Ausbilder angemeldet,dass die Ederberglandhalle ausgelastet sein wird, sagt Ute Hetzel von der Agentur für Arbeit.

Mehr als 1000 Einladungen an die Schulabgänger 2014 und 2015 sind verschickt worden. Für die Ortenbergschüler dieser Jahrgänge ist die Teilnahme sogar verpflichtend.

Nicht nur die künftigen Azubis sollen sich informieren, auch die Eltern sind eingeladen. Denn oftmals hätten sie veraltete Vorstellungen von Berufen, sagte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kai Bremmer. Beim Tag der Ausbildung können sie erfahren, wie sehr sich gerade Handwerksberufe in den vergangenen Jahren gewandelt haben.

Die Bandbreite der vorgestellten Ausbildungsberufe ist riesig: Sie reicht vom klassischen Handwerk wie Metzger, Bäcker und Koch über verschiedene kaufmännische Schwerpunkte bis hin zu pädagogischen und sozialen Karrieren. Einen Schwerpunkt machen die industriellen Berufe aus: Verfahrenstechniker, Mechatroniker oder Mechaniker mit diversen Schwerpunkten werden in der Region ausgebildet.

Hinzu kommen schulische Ausbildungen und duale Studiengänge. So können es Schüler mit der mittleren Reife in insgesamt sechs Jahren bis zum Bachelor-Abschluss bringen, ohne die Heimat zu verlassen. Über solche Möglichkeiten, aber auch über die verschiedenen Berufsbilder, über Ausbildungsvergütung, Anforderungen, diverse Bildungsgänge und Karrierechancen informieren Mitarbeiter und Auszubildende. „Das ist eine einmalige Chance, sich einen Überblick über die Angebote in der Region zu verschaffen“, sagt Georg Glade, Ausbildungsleiter bei Viessmann.

Im Angebot wird auch wieder ein Bewerbungscheck sein. Deshalb sind die Jugendlichen aufgerufen, ihre Bewerbungsunterlagen mitzubringen: Sie bekommen dort persönliche Tipps für Anschreiben, Lebenslauf und Gestaltung. Außerdem werden Informationen zu freien Ausbildungsplätzen gegeben. „Es gibt noch die Chance, bis Oktober eine Lehre zu beginnen“, betont Tanja Seraphin von der Kreishandwerkerschaft.

Marcel Himmelmann von der Ortenbergschule empfahl den Betrieben, die jungen Leute selbst direkt anzusprechen: Oftmals seien sie etwas scheu und trauten sich anfangs nicht, Fragen zu stellen.

Der Tag der Ausbildung findet am Donnerstag, 22. August, von 14 bis 18 Uhr in der Ederberglandhalle statt. Die Stadtjugendpflege sorgt für das leibliche Wohl der Besucher.

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