Frankenberg

SPD nominiert Daniela Neuschäfer als Bürgermeisterkandidatin

- Frankenberg (rou). Die Frankenberger Sozialdemokraten schicken nun doch nicht Gerd Nienhaus, sondern Daniela Neuschäfer in den Wahlkampf um die Nachfolge von Bürgermeister Christian Engelhardt. „Ich trete an, um zu gewinnen“, sagte die 33-Jährige am Montagabend.

„Wir wollen nicht mehr zurück, sondern vorausgucken“, sagte Fraktionsvorsitzender Dr. Hendrik Sommer gegenüber WLZ-FZ, nachdem 35 Genossen seine Lebensgefährtin Daniela Neuschäfer zur offiziellen SPD-Bewerberin gekürt hatten. Und die gebürtige Bottendorferin, die fünf Jahre lang federführend das Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ in der Frankenberger Stadtverwaltung verantwortet hatte, formulierte prompt eine Kampfansage an ihre bislang feststehenden Konkurrenten Bernd Bluttner (CDU) und Nicolas Hansen (parteilos) um das Bürgermeisteramt: „Ich trete an, um zu gewinnen.“

Der Stadtverbandsvorsitzende Volker Heß berichtete von einer harmonisches Mitgliederversammlung, vor deren Beginn bereits festgestanden habe, dass der vom Wahlausschuss präferierte Gerd Nienhaus (wir berichteten exklusiv) keine Rolle mehr in der Überlegungen der Genossen spiele. Der Wetteraner habe die Bewerbung umgehend zurückgezogen, nachdem seine geplante Kandidatur früher als von der SPD erhofft öffentlich geworden war. Er sei überzeugt gewesen, dass er für die Frankenberger Sozialdemokraten keinen erfolgreichen Wahlkampf mehr hätte führen können, berichtete Heß aus dem Gespräch mit Nienhaus. Aufgrund der öffentlichen Diskussion über ihn habe Nienhaus „geglaubt, dass er für diese Aufgabe verbrannt sei“, schilderte Heß.

Der Vorstand des Frankenberger Stadtverbands sei erst daraufhin auf Daniela Neuschäfer zugegangen und habe sie gefragt, ob sie für die Aufgabe zur Verfügung stünde, erklärte Heß. „Wir haben auch nicht überlegt, wer ansonsten noch in Frage kommen könnte.“ Neuschäfer, die seit dieser Legislaturperiode der Frankenberger Stadtverordnetenversammlung angehört und stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist, hatte in den vergangenen Monaten zwar mit einer Kandidatur geliebäugelt, sich aber nicht offiziell beim Stadtverband beworben. „Ich bin froh, dass wir Daniela Neuschäfer für die Aufgabe gewinnen konnten“, betonte Heß. „Sie bringt alles mit, was eine sehr gute Bürgermeisterin von Frankenberg auszeichnet.“ Sommer und Heß äußerten sich überzeugt davon, „dass Daniela Neuschäfer die Wahl gewinnen wird“.

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