Achteckiger Pavillon entsteht im Seniorenzentrum – Oktogon Anfang Mai fertig

Nostalgie ganz in Weiß

Solides Handwerk: Die Zimmermänner Dieter Jäger (unten) und Sven Altmann (oben) von der Zimmerei Günter Wilhelmi beim Bau des Löhlbacher Oktogons. Foto: Faust

Löhlbach. Ein Schmuckstück wird der achteckige Pavillon, der derzeit im Garten des örtlichen Altenheims errichtet wird. Spätestens Anfang Mai ist der Bau, der wegen seiner acht Ecken in der Fachsprache auch Oktogon genannt wird, vollendet und steht dann Bewohnern und Gästen zur Verfügung.

Bis dahin erhält das elegante Gebäude noch Fenster und ein Kupferdach. Für die nötige Stabilität der anspruchsvollen Zimmermannsarbeit sorgen so genannte Schwalbenschwänze, eine Jahrhunderte alte Verzapfungstechnik für Holzverbindungen.

Das Gartenhaus harmoniert gut mit der angrenzenden Natur, stellt es doch eine architektonische Verbindung vom Altenheim zu dem alten Baumbestand des angrenzenden Kirchbergs her, heißt es in einer Pressemitteilung

In seinem klassischen Weiß wirkt es schon jetzt ein wenig nostalgisch. Kein Wunder, steht doch die Zahl Acht bei solchen achteckigen Bauten von altersher für Vollkommenheit und göttliche Perfektion, heißt es weiter.

Besonders beliebt waren derartige Pavillons in der Zeit um 1800. Ihre vornehmen Bauherren bezeichneten damals solche Gebäude als Chinesisches Teehaus oder Tempel.

Ein Beispiel hierfür findet sich im benachbarten Haina. Dort wurde um 1800 rund um das ehemalige Zisterzienserkloster ein Wanderweg im englischen Stil angelegt, wozu auch ein achteckiger Tempel auf den Aussichtsplateau Kalkrück gehörte. Dieser konnte im Jahr 2000 nach altem Vorbild wiedererrichtet werden und ist heute ein beliebtes Wanderziel.

Von Gerd Faust

Quelle: HNA

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