Strecke hat zu viele Steigungen

NVV: Güterverkehr Korbach-Frankenberg wird nicht ausgebaut

Waldeck-Frankenberg. Größeren Güterverkehr soll es auf der reaktivierten Bahnstrecke Korbach-Frankenberg nicht geben. Das ergab ein Gespräch der Waldeck-Frankenberger FWG mit Vertretern des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV).

Auch nach dem notwendigen Ausbau für die Wiederaufnahme des Verkehrs sei diese Verbindung für Güterzüge nicht geeignet, hieß es. Die Strecke habe zu viele Steigungen und sei nicht elektrifiziert.

Der NVV habe keine Kenntnis davon. Die Deutsche Bahn habe dazu auch keine Anfrage an den NVV gestellt und auch kein Interesse signalisiert, sagte Projektleiterin Anette Blumberg in der FWG-Versammlung. Einzelne Güterzug-Fahrten seien allerdings möglich.

„Taigatrommeln“ solle es dort nicht geben. Das sind Güterzug-Lokomotiven der früheren Deutschen Reichsbahn, die für ihre Lärmentwicklung bekannt sind. Das Stichwort Taigatrommel war entlang der Strecke in den vergangenen Wochen zu hören.

Verwundert über Spekulationen, mit dem Bau eines zweiten Gleises bei Viermünden solle der Güterverkehr auf der Strecke ausgebaut werden, hat sich der Pro-Bahn-Landesverband Hessen geäußert. Es sei haarsträubend zu vermuten, dass ein Überholgleis – um mehr gehe es im konkreten Fall nicht – rein für Güterverkehr nutzbringend sei, so Pro Bahn. (ber/jpa)

Quelle: HNA

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