Auf den Gebäuden des Frankenberger Klärwerks wurde Fotovoltaik-Anlage installiert

Öko-Strom vom Dach

Neue Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Kläranlage: Über die 100 000-Euro-Investition freut sich auch Thorsten Röder, der technische Leiter der Frankenberger Energiegesellschaft. Foto:  mjx

Frankenberg. Die Stadt Frankenberg, die Frankenberger Energiegesellschaft und auch die Stadtwerke haben in den vergangenen Monaten das Thema Klimaschutz selbst in die Hand genommen: In ihrem Bereich sind sie bestrebt, die ehrgeizigen klimapolitischen Ziele umzusetzen – und insbesondere den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid zu reduzieren. Dazu trägt auch die neue Fotovoltaikanlage bei, die jetzt auf den Dächern der Frankenberger Kläranlage installiert und in Betrieb genommen wurde. Kosten: 100 000 Euro, Spitzenleistung: 32 Kilowatt.

„Wir setzen auf erneuerbare Energien“, sagt Thorsten Röder, der Technische Leiter der Frankenberger Energiegesellschaft. Dabei erinnert er daran, dass 2008 im Frankenberger Klärwerk auch schon eine Anlage zur Stromgewinnung aus Klärgas in Betrieb genommen wurde – ein Blockheizkraftwerk für ebenfalls 100 000 Euro. Allein durch dieses Blockheizkraftwerk wird ein Drittel des Strombedarfs der Kläranlage durch Eigenproduktion gedeckt.

„Aus Geruch wird Energie“, kommentierte Karl-Heinz Schleiter, Chef der Frankenberger Energiegesellschaft, das Projekt. Weitere Blockheizkraftwerke stehen im Frankenberger Krankenhaus und im Ederberglandbad.

„Durch die erheblichen Investitionen in den vergangenen Monaten leisten wir unseren Beitrag zur Reduktion von Kohlenstoffdioxid“, sagt auch Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt. Außerdem seien zuletzt schon neue Wasserkraftanlagen an der Niedermühle und auch an der Walkemühle in Betrieb genommen worden. An beiden Standorten wird nun umweltfreundlicher Strom erzeugt.

Strom von der Niedermühle hat in Frankenberg übrigens Tradition: 1903 wurde dort der erste Strom der Stadt produziert. Allein in das Projekt Niedermühle investierte der heimische Energieversorger im vergangenen Jahr übrigens 470 000 Euro (HNA berichtete).

Allein durch die Wasserkraftanlage an der Frankenberger Niedermühle werden insgesamt 550 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produziert – damit können 158 Haushalte im Bereich der Frankenberger Energiegesellschaft versorgt werden.

Betreuung der Kunden

„Außerdem sind wir auch bemüht, bestehende Anlagen zu optimieren“, sagt Thorsten Röder – auch bei Gewerbekunden wie der Frankenberger Firma Hettich. Dort ist eine Energiezentrale installiert und wird von der Frankenberger Energiegesellschaft betreut.

„Der Klima-Umbau rechnet sich“, sagt Thorsten Röder. Außerdem werde die Stadt so auch unabhängiger von Großkonzernen.

Auch im privaten Bereich habe es bis Ende Juni einen deutlichen Anstieg an Fotovoltaikanlagen gegeben Jetzt seien die Neuinstallationen allerdings rückläufig. Grund: Seit dem 1. Juli gibt es nur noch eine reduzierte Vergütung.

Wer schon vor dem 1. Juli seinen Strom einspeiste, erhält 39,14 Cent pro Kilowattstunde, bei Einspeisung seit dem 1. Juli gibt es nur noch 34,05 Cent. Und ab 1. Oktober wird die Vergütung nochmals reduziert – dann auf 33,03 Cent. (mjx)

Quelle: HNA

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