Neue Pfarrerin in Schreufa

Mit offenen Armen und offenen Ohren

+

Frankenberg-Schreufa - Die Vakanz der Pfarrstelle in Schreufa ist beendet. Am Sonntag findet die Ordinierung der Vöhlerin Emilie Weinreich statt, die die Gemeinde übernimmt.

Die Pfarrstelle für Schreufa scheint anziehend zu sein für junge Theologen. Als Caroline Miesner das Dorf vor anderthalb Jahren verließ, war sie gerade einmal Mitte Dreißig. Zum Monatswechsel wird ihre Stelle neu besetzt - Emilie Weinreich zählt 29 Jahre. Ihre Ausbildung hat sie frisch beendet. „Ich freue mich darauf, die Gemeinde kennenzulernen“, sagt die junge Frau erwartungsvoll.

Bislang hat sie in Schreufa neben der Küsterfamilie nur ihren Vermieter und die neuen Nachbarn kennengelernt. „Ich wurde sofort sehr herzlich aufgenommen“, erinnert sie sich - und wertet das als gutes Omen für ihre Zeit in dem Frankenberger Stadtteil. Dass sie gleich zum Antritt ihrer Stelle in das Dorf zieht und nicht nach Frankenberg, zeigt ihre Offenheit. „Ich hoffe, dass die Menschen zu mir kommen, klingeln, mich anrufen“, sagt sie. Sie wolle als Seelsorgerin schließlich für die Menschen in ihrer Gemeinde da sein, gibt sie sich als Pfarrerin zum Anfassen.

Dabei trägt sie diesen Titel noch nicht einmal: Noch ist Emilie Weinreich Vikarin, also Pfarrerin in Ausbildung. Am Sonntag findet der Ordinationsgottesdienst in der Liebfrauenkirche statt. Gemeinsam mit 14 anderen jungen Vikaren aus dem gesamten Gebiet der Landeskirche ernennt Prälatin Marita Natt Weinreich dann zur Pfarrerin.Beginn des Gottesdienstes, an dem die Kantorei wie das „Göttinger Barock-Orchester“ teilnehmen, ist um 10.30 Uhr. Eine Woche später stellt sie sich dann offiziell ihrer neuen Gemeinde vor. Am Sonntag, 3. November, gestaltet sie mit Dekanin Petra Hegmann ihren Vorstellungsgottesdienst in der kleinen Schreufaer Kirche. Zeitgleich beginnen auch die neu gewählten Kirchenvorstände mit ihrer Arbeit. „Wir treten unsere Aufgabe gemeinsam an“, sagt Weinreich.

Wenig später beginnt der „Alltag“ im Leben einer Pfarrerin mit dem Start des Konfirmandenunterrichts. „In anderthalb Jahren kann man viel gemeinsam erleben“, freut sich Weinreich über die Arbeit mit den jungen Schreufaern. In der Jugendarbeit sieht die 29-Jährige einen ihrer zwei Schwerpunkte für die nächsten Jahre. Der andere: die Seelsorge. Zudem ist Weinreich mit einer halben Stelle für den Kirchenkreis tätig. (gl)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare