Ohne Weiterbildung droht ein Fahrverbot

Berufskraftfahrer müssen ab 10. September Schulung nachweisen

Waldeck-Frankenberg. Berufskraftfahrer für Lkw über 3,5 Tonnen brauchen bis zum 10. September eine 35-stündige Fortbildung. Ansonsten drohen Bußgelder bis zu 5000 Euro.

Nach dem Berufskraftfahrer-Qualifikationsgesetz dürfen Lkw-Fahrer ohne diese besondere Weiterbildung, die fünf Module zu je sieben Stunden umfasst, keine Fahrten im Güterkraft- und Personenverkehr zu gewerblichen Zwecken mehr unternehmen.

„Innerhalb der Europäischen Union darf nur noch Fahrpersonal beschäftigt werden, welches neben dem entsprechenden Führerschein auch die gesetzlich geforderte Weiterbildung besitzt“, erklärte Dr. Hartmut Wecker, Sprecher des Landkreises, der HNA. Auch die Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg weist auf die Regelung hin und warnt vor Bußgeldern.

Berufsanfänger im Kraftverkehr müssen ihr Wissen durch eine Prüfung nachweisen. Aufgefrischt werden die Kurse alle fünf Jahre. Aus- und Fortbildungen sind etwa bei Fahrschulen oder in ADAC-Sicherheitszentren möglich.

„Wir haben schon etwa 400 Berufskraftfahrer geschult. Jetzt kommen die Nachzügler“, sagt Wilfried Garthe, Inhaber einer Frankenberger Fahrschule, mit Blick auf den Stichtag.

Geschult werden energiesparendes Fahren, Sicherung der Ladung, Lenk- und Ruhezeiten sowie das Verhalten bei Pannen und Notfällen. Ausgenommen von der neuen Regelung sind Kraftfahrer, die nicht gewerblich unterwegs sind - beispielsweise Fahrer von Feuerwehr- und Katastrophenschutzfahrzeugen. (off)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitag-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare