Kläranlage in Gemünden

Olympisches Know-how an der Wohra

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Es geht los: Christian Seydel von WKS, Bürgermeister Frank Gleim und Henry Bürgermeister von der LEDA GmbH (v.l.) gaben am Mittwoch den offiziellen Startschuss zum Baubeginn der neuen Kläranlage.Fotos: Marco Steber

Gemünden - Der Bau hat begonnen: Das in die Jahre gekommene Klärwerk in Gemünden wird erneuert. Die Bauzeit ist allerdings knapp bemessen: In etwa vier Monaten soll die neue Kläranlage betriebsbereit sein. Bis dahin läuft die alte Anlage noch weiter.

Lange hat es gedauert bis der erste Spatenstich zur neuen Gemündener Kläranlage gesetzt wurde: Nach dem das Angebot, das aus der ersten Ausschreibungsrunde hervorging, für das Gemündener Parlament zu teuer war - es überstieg den Haushaltsansatz bei weitem - übernahm die LEDA GmbH (Lahn-Eder-Diemel Abwasser GmbH) die Projektsteuerung mit der Maßgabe, die Kosten zu reduzieren (FZ berichtete). „Wir sind froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind“, sagt Gemündens Bürgermeister Frank Gleim.

Im Haushalt wurden einst 3,16 Millionen Euro für den Neubau angesetzt, am Ende gelang es, den Betrag in der zweiten Ausschreibungsrunde auf rund 2,4 Millionen Euro zu drücken. Hinzu kommen 800 000 Euro an Fördergeldern vom Land Hessen. Für die Gemündener Bevölkerung erweist sich dies als Vorteil, denn so wird es auch für sie günstiger: Die Ersparnis wirkt sich auf den sogenannten Erneuerungsbeitrag aus, der von den Bürgern getragen wird. Den Zuschlag für das Projekt erhielt die WKS-Technik GmbH mit Sitz in Dresden. Damit holt sich die Wohrastadt eine Firma an Bord, die bereits olympische Erfahrung besitzt: Für die Winterspiele in Sotschi errichtene die Dresdener Firma 14 Klärbehälter.

Bis Oktober solle die neue Anlage so weit sein, dass sie in Betrieb genommen werden kann, sagt Gleim. Bis dahin werde die alte Anlage weiterlaufen. „Der Wechsel kann dann übergangslos erfolgen“, berichtet Seydel.

Für die LEDA GmbH sei dies das erste Projekt, berichtet Geschäftführer Harald Plünnecke, denn erst im Juli vergangenen Jahres habe sich die GmbH, der die Verband-Energie-Werke (VEW), die Marburger Stadtwerke und die Firma Remondis Aqua als Gesellschafter angehören, gegründet. Insgesamt 30 Angebote lagen am Ende vor: „Es waren auch Hochkaräter dabei“, sagt Plünnecke. Henry Bürgermeister von LEDA berichtet, dass es relativ schwer gewesen sei, das wirtschaftlichste Ergebnis zu ermitteln. WKS habe dies aber meisterlich geschafft.

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