Proben-Freizeit des Jugendorchesters der Edertalschule am Edersee

Orchester „ist in einer Umbruchphase“

Lernen macht Spaß: Bei einer Proben-Freizeit in der Jugendherberge Hohe Fahrt hat sich das Jugendorchester der Edertalschule um Leiter Martin Fischer auf das Adventsvorspiel in der Kulturhalle vorbereitet. Foto: Dorothea Wagener

Frankenberg - Auf das Adventsvorspiel haben sich die Musiker des Jugendorchesters der Edertalschule in der Jugendherberge Hohe Fahrt am Edersee vorbereitet.

„Die Viertel bitte sehr kurz spielen“ und „Denkt ans Ritardando“: Gertrud Will und Martin Fischer haben eine genaue Vorstellung davon, wie sich die weihnachtlichen Stücke anhören sollen. Gemeinsam mit den 40 Schülerinnen und Schülern bereiten die beiden Musiklehrer das nächste Schulkonzert vor. Und die Schüler arbeiten konzentriert und aufmerksam. Dann „läuft“ das Matrosenlied von Edvard Grieg etwas aus dem Ruder. „Noch mal von vorn“, so die klare Botschaft.

„Wir sind in einer Umbruchphase: Erfahrene Musikerinnen und Musiker sind ins große Jugendsinfonieorchester gewechselt. Aber wir haben erfreulich viel Nachwuchs bekommen, sogar aus den fünften Klassen“, sagt Gertrud Will. „Wir schalten einen Gang zurück und greifen erst mal wieder auf leichtere Stücke zurück.“ Und die Rollen sind neu verteilt: Die Schülerinnen und Schüler der achten Klassen haben sich schon gut in die Rolle der neuen Stimmführer eingefunden und kümmern sich mit um die Jüngeren.

Für drei Tage sind die Kinder des Jugendorchesters mit ihren beiden Leitern auf Probenfreizeit und bekommen gleich zwei Mal Verstärkung und Besuch: Am Mittwochnachmittag probt die „Anfänger-Streichergruppe“ mit. Die Schützlinge von Musikschul-Geigenlehrerin Marion Linse haben im Rahmen des JeKi-Projektes der Regenbogenschule Geigenunterricht bekommen und können nun in der fünften Klasse unter erleichterten Bedingungen weiterspielen - und werden behutsam ins Jugendorchester integriert. Am Donnerstagnachmittag übernehmen vier engagierte junge Musiker aus dem Leistungskurs von Martin Fischer einige Satzproben. „Sie spielen schon länger im Jugendsinfonieorchester und unterstützen uns bei der Probenarbeit enorm. Bis eben hatten sie noch Orchesterprobe und Unterricht, jetzt sind sie hier.“ Auf dem Programm stehen aber nicht nur umfangreiche Proben, sondern auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen: Ein Orchester muss nicht nur musikalisch zusammenwachsen, sondern auch menschlich.

Die Mädchen und Jungen haben auch Freizeit, gehen wandern und freuen sich auf den heiß begehrten „Bunten Abend“, bei dem es immer Sketche und musikalische Beiträge gibt und die Lehrer auch schon mal aufs Korn genommen werden.

Der Beobachter merkt, dass sich die Kinder in der Jugendherberge und bei den Proben wohlfühlen: Kaum ist die Pause herum, greift jeder wieder zu seinem Instrument und läuft auf Socken und in bequemer Kleidung in die unterschiedlichen Räume, in denen die Satzproben beginnen - ein angenehm konstruktives Lernklima.

Von Dorothea Wagener

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