Bürgermeister Heß zur Sperrstunde

Bürgermeister zur Sperrstunde: „Ordnung steht im Vordergrund“

Frankenberg. „Die öffentliche Sicherheit und Ordnung steht ganz klar im Vordergrund.“ Mit diesen Worten verteidigt Bürgermeister Rüdiger Heß in einer Pressemeldung die Ausweitung der Sperrzeit in Frankenberg und geht auf die Kritik ein, die ihm vor allem von Jugendlichen entgegengebracht wurde.

Alle schweren Körperverletzungdelikte im Zeitraum zwischen 3 bis 6 Uhr hätten sich an der Frankenberger Diskothek Bonkers ereignet, so Heß. Allein 2012 habe es acht Körperverletzungen im Bereich der Diskothek gegeben. Mit der vorgezogenen Sperrstunde von 5 auf 3 Uhr, ginge es ihm in erster Linie um den Schutz potenzieller Opfer. Es gehe aber auch darum, mögliche Täter, die durch übermäßigen Alkoholkonsum bis in die Morgenstunden ihr Aggressionspotenzial steigern, „gewissermaßen vor sich selbst zu schützen“, heißt es weiter.

Rüdiger Heß

Zudem betont der Rathauschef, dass bei der Diskussion über die Sperrzeitverlängerung nicht vergessen werden dürfe, dass die Bevölkerung grundsätzlich ein Recht auf Nachtruhe habe.

Lärmbelästigung zu groß

„Wenn im Bonkers gefeiert wird, hört man das nach Angaben der Polizei bis ins Ederdorf. Auch die Anwohner in der Altstadt müssen bei Feiern um ihren Schlaf fürchten.“ Dabei gehe es nicht um laute Musik, sondern vor allem um Geräusche wie an- und abfahrende Autos, Zuschlagen von Autotüren, Gehupe und Gejohle von Partygängern.

Weiterhin weist Heß nochmals darauf hin, dass die verlängerte Sperrzeit zunächst für ein Jahr zur Probe gilt. Anschließend werde sich der Präventionsrat der Stadt Frankenberg erneut mit dem Thema befassen, besonders unter dem Gesichtspunkt „Jugend und Alkohol“. Dabei sollen auch die polizeilichen Statistiken der Vorfälle und Straftaten in den Jahren 2012 und 2013 verglichen werden. (dag)

Quelle: HNA

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