Ortsbeirat Ernsthausen will 200-Meter-Windräder nur im nördlichen Bereich zulassen

Montage: Das zweite Windrad von links ist eine Montage. Die Firma Gewi hat nach eigenen Angaben maßstabsgetreu eine 200 Meter hohe Anlage eingesetzt. Links daneben zum Vergleich: eine der dort stehenden 80 Meter hohen Anlagen. Das Foto ist von Osten, aus dem Bereich Weiboldskopf, aufgenommen worden. Montage: Firma Gewi

Ernsthausen. Der Ortsbeirat Ernsthausen ist nicht generell gegen den Bau von 200 Meter hohen Windrädern, aber er will sie nur in einem Teil des Windparks Ernsthausen zulassen. Das ist das Ergebnis einer langen Diskussion am Mittwochabend.

Im südlichen, ortsnahen Bereich, wo derzeit die defekte, 80 Meter hohe Windmühle steht, soll es bei der im Flächennutzungsplan vorgesehenen Höhenbeschränkung von 150 Metern bleiben. Für den Rest der Fläche sollen 200-Meter-Anlagen zugelassen werden, wenn Gutachten zu Lärm und Schattenwurf vorliegen.

Das entschied der Ortsbeirat bei zwei Enthaltungen. Nun muss geklärt werden, ob die Splittung des Flächennutzungsplans möglich ist. Sollte dies nicht der Fall sein, lehnt der Ortsbeirat die Zulassung der 200-Meter-Anlagen für den gesamten Windpark ab.

„Ich hoffe, wir haben es so richtig gemacht“, sagte Ortsvorsteher Frank Kleinwächter (Bürgerliste Ernsthausen) am Ende der Debatte. Er selbst befürworte die Zulassung von zwei bis drei 200-Meter-Anlagen, wie sie die norddeutschen Firmen Wotan und Gewi bauen wollen. Er wolle aber nicht, dass Ernsthäuser Nachteile erlitten, betonte er.

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Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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