Osterfeuer-Verordnung: "Das ist alles uralt"

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Waldeck-Frankenberg. Die Richtlinie des Landes Hessen für Osterfeuer, die seit einigen Wochen hessenweit für Aufregung und Kritik sorgt, gilt im Prinzip schon seit 40 Jahren. Das sagt der frühere Stadtbrandinspektor von Gemünden, Wilfried Golde.

„Ich habe zu Hause eine Verordnung aus dem Jahr 1975, da steht exakt das drin, was in der neuen Richtlinie auch drin steht“, sagt der erfahrene Feuerwehrmann. Die Kritik, die Kreispolitiker und Veranstalter von Osterfeuern in dem HNA-Artikel vergangene Woche geäußert hatten, habe ihn deshalb überrascht.

Die Kritik richtet sich gegen die Vorgabe, dass das Holz erst am Tag des Abbrennens und dann nur maximal zwei Meter hoch aufgeschichtet werden darf. Tiere, die sich verstecken könnten, sollen so geschützt werden.

Zum einen wundert sich Golde, dass man sich erst jetzt darüber aufrege – dabei gelte die Verordnung bereits seit Dezember 2012, sei also schon bei den Osterfeuern 2013 gültig gewesen. Die neue Umweltministerin Priska Hinz (Grüne), die die Vorgabe der alten Landesregierung bekräftigt hat, tue nur ihre Pflicht, findet Golde. „Doch plötzlich ist der Aufschrei da: die Grünen!“

Und außerdem, so Golde weiter, sei das alles ohnehin nicht neu: „Das, was da drin steht, ist uralt“, sagt der 63-Jährige, der 18 Jahre lang Stadtbrandinspektor in Gemünden war. In seinen alten Ordnern habe er eine Verordnung des Landes von 1975 gefunden „über die Beseitigung von pflanzlichen Abfällen außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen“. „Und mir wurde schon immer gesagt, dass die auch für Oster- und Sonnwendfeuer gilt. Da steht exakt das drin, was in der neuen Richtlinie auch drin steht.“ So hätten sich zum Beispiel die Abstände, die solche Feuer zu Straßen und Gebäuden haben müssen, bis auf kleine Ausnahmen nicht geändert. (jpa)

Was Golde zu der Maximalhöhe von zwei Metern und dem Tag des Aufschichtens sagt, lesen Sie in der gedruckten der HNA Frankenberger Allgemeine

Quelle: HNA

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