Landkreis veröffentlicht Hinweise

Osterfeuer: Bei Verstößen drohen Strafen

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Beliebter Brauch: Am Ostersamstag werden die Osterfeuer wieder in vielen Orten in Waldeck-Frankenberg brennen. Dazu hat der Landkreis nun Hinweise gegeben.

Waldeck-Frankenberg. Nach den Diskussionen über die Richtlinien für Osterfeuer, die das Land Hessen 2012 ausgegeben hat, hat nun der Landkreis Hinweise veröffentlicht. Bei Verstößen drohen Strafen.

In den Hinweisen aus dem Kreishaus in Korbach geht es vor allem darum, was alles verbrannt werden darf und welche Abstände zu beachten sind.

Wie berichtet, wird in der Richtlinie des Landes empfohlen, das Osterfeuer nur zwei Meter hoch aufzubauen und das Holz erst am Tag des Abbrennens aufzuschichten, damit keine nistenden Tiere verbrannt werden.

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In den Hinweisen des Landkreises heißt es dazu: „Zum Schutz von Kleintieren und Vögeln darf das Brennmaterial frühestens eine Woche vor dem Abbrennen angefahren und aufgeschichtet werden. Sollte schon früher aufgeschichtet werden, ist kurz vor dem Abbrennen eine Umschichtung des Holzstapels notwendig." Über die Höhe des Holzstoßes macht der Landkreis keine Angaben.

Als richtiger Standort gilt eine vegetationslose Fläche, schutzwürdige Lebensräume wie Trockenrasen, Hecken und Baumbestände sowie Wegraine dürfen nicht beeinträchtigt werden. Als richtige Abstände nennt der Kreis 100 Meter zu bewohnten Gebäuden, Naturschutzgebieten und Wäldern; 50 Meter zu Straßen und Eisenbahnstrecken sowie 35 Meter zu sonstigen Gebäuden, Bäumen, Hecken und Feldrainen. „In Zweifelsfällen ist der Rat des Kreisbrandinspektors bzw. der örtlichen Feuerwehr einzuholen und zu beachten."

Verbrannt werden dürfen nur Holz, Reisig, Astwerk und Stroh. „Abfälle haben in einem Osterfeuer nichts zu suchen", so der Kreis. „Wer gegen diese Bestimmungen verstößt, handelt ordnungswidrig und kann bestraft werden." (nh/jpa)

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Quelle: HNA

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