Sanierung der L 3073 und der K 99

Parkplätze nicht auf Kosten der Sicherheit

+

Gemünden - Zusätzliche Überwege und Parkplatzregelungen - gerade im Bereich des Steinweges - wünschen sich die Parlamentarier in Gemünden. Einige Anregungen hat das Planungsbüro Rother am Montagabend präsentiert.

„Mehr Parkplätze“ lautete die Forderung der Parlamentarier im Rahmen der vergangenen Stadtverordnetenversammlung (FZ berichtete). Ein Anliegen, das sich das Planungsbüro Rother zu Herzen genommen hat, denn in der überarbeiteten Planung zum Ausbau der Landstraße 3073 und der Kreisstraße 99 sind Parkplätze entlang des Steinweges hinzugekommen. Fast drei Stunden diskutierten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sowie des Ausschusses für Bau, Umwelt, Wirtschaft und Energie über die neuerlichen Vorschläge des Planungsbüros Rother.

Abschnitt für Abschnitt gingen die Mitglieder die Planungen durch und trugen weitere Verbesserungsvorschläge vor. Wichtig erschien vor allem, die Sicherheit zu erhöhen - und das auch auf Kosten möglicher Stellplätze. So fällt etwa im Bereich des Ladens „Drunter und Drüber“ eine Parkfläche weg, da dort eine Treppe auf den Gehweg ragt. Durch dort parkende Autos würde der Gehweg zu eng werden, sagte Iris Ritter von der Bürgerliste.

Das tun, was baulich notwendig ist

„Wir sollten das, was baulich notwendig ist tun, aber das was nötig ist drin lassen“, sagte Sozialdemokrat Heinz-Jürgen Hammer und bezog sich auf das bereits existierende Pflaster zwischen den beiden Wohrabrücken, das vor einigen Jahren im Zuge von Kabelarbeiten verlegt wurde. Dort sei es schon zu überlegen, etwas rauszunehmen, den Bordstein zu setzen und wieder anzupflastern. Das vorhandene Pflaster könne so, zumindest zum Teil, erhalten bleiben.

Im Bereich der Einmündung in die Rosenthaler Straße haben die Planer den Wunsch aus der Stadtverordnetenversammlung bereits berücksichtigt: Dort soll eine Überquerungshilfe entstehen. An dieser Stelle geht es vor allem um die Sicherheit der Schüler, die die Straße auf ihrem Schulweg überqueren. „Die Notwendigkeit ist unstrittig“, sagte Heinz-Jürgen Hammer: „Die Dimension sollte man aber auf das Nötigste reduzieren“.

An der engsten Stelle des Steinweges - mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern - habe er „rausgeholt, was rauszuholen ist“, berichtete Diplom-Ingenieur Helmut Rother. Dort soll auch wieder ein Zebrastreifen beziehungsweise eine andere Überquerungsmöglichkeit den Weg über die Straße erleichtern. Die neuralgische Engstelle im Steinweg könnte allerdings auch zu Problemen führen, wenn beispielsweise zwei Lastwagen aneinander vorbei müssen.

In Höhe der Apotheke soll nach dem Wunsch der Ausschussmitglieder ein weiterer Fußgängerüberweg entstehen.

Für große Diskussionen sorgte die Parkplatzsituation im Bereich der Spar -und Kreditbank sowie der Bäckerei Metz: Laut Rother gebe es dort entweder die Variante, Parkplätze zu schaffen oder aber eine Querungshilfe für Fußgänger. Eine Möglichkeit könnte sein, den Platz neben der Bäckerei zu nutzen. Dieser wäre in diesem Szenario von der Lindenstraße zu befahren und könnte über die Hainstraße wieder verlassen werden.

Bürgermeister Gleim schlug vor, sich zum einen über die Machbarkeit der Ein- und Ausfahrtregelung zu informieren und zum anderen mit den Grundstückseigentümern im Bereich der Bäckerei in Verbindung zu setzen, um mit ihnen über mögliche Parkflächen zu beratschlagen. Ein Vorschlag den Hans-Hermann Faust von der BL begrüßte: Es sei klar, dass man dort Tempo raus nehmen müsse, sagte er. Daher sprach er sich für eine Überquerungshilfe aus und verwies ebenfalls darauf, Parkflächen auf den umliegenden Grundstücken zu suchen: „Die Priorität liegt auf der Überquerungshilfe“.

Alle Änderungswünsche wollen Helmut Rother und seine Mitarbeiterin Mariella Neumeyer nun in die Pläne einarbeiten. Das Ergebnis soll den Parlamentariern noch vor der nächsten Stadtverordnetenversammlung am 19. Februar vorliegen - dann soll das Parlament über die Änderungen entscheiden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare