Freitagabend

Partyschlager-Star Mickie Krause kommt zur „Party-Lawine“ nach Gemünden

Heute Abend in Gemünden: Der Partyschlager-Sänger Mickie Krause tritt ab 20 Uhr bei der „Party-Lawine“ in der Sport- und Kulturhalle auf. Archivfoto:  nh

Gemünden. „Früher war ich der Ballermann-Macho“, sagt Mickie Krause über sich, heute sei er „der wahre König von Mallorca“. Der 43-jährige Partyschlager-Sänger kommt heute Abend zur „Party-Lawine“ mit den Kollegen Tim Toupet und Reiner Irrsinn nach Gemünden.

Dann wird er auch seine großen Hits „Zehn nackte Friseusen“, „Schatzi, schenk mir ein Foto“ und „Nur noch Schuhe an“ singen, hat er der HNA verraten. Im Interview spricht er auch darüber, warum er mal Ärger mit der Friseur-Innung hatte und was er als gelernter Erzieher denkt, wenn Jugendliche betrunken vor seiner Bühne stehen.

Herr Krause, wie viele Fotos haben Sie schon geschenkt bekommen, seit Sie „Schatzi, schenk mir ein Foto“ singen?

Mickie Krause: Ich habe erstaunlicherweise tatsächlich das eine oder andere Passfoto zugesteckt bekommen. Ich würde als Fan nie auf die Idee kommen, einem Künstler mein Foto zu geben.

Ihre großen Hits heißen „Zehn nackte Friseusen“, „Geh doch zu Hause, Du alte Scheiße“ und aktuell „Nur noch Schuhe an“. Wie kommen Sie auf solche Titel?

Krause: Die Titel schreibt man nicht einfach so, die liegen nicht in der Luft. „Schatzi, schenk mir ein Foto“ ist eigentlich ein holländischer Partyhit, der irgendwann auch beim Schützenfest in meinem Heimatort lief. Als alle Männer dazu getanzt haben, wusste ich: Das Lied muss ich auf Deutsch singen. Die Schuh-Nummer kommt ebenfalls aus Holland.

Nehmen Ihnen Frauen übel, dass sie in Ihren Liedern manchmal etwas despektierlich besungen werden?

Krause: Bei den „Zehn nackten Friseusen“ hat sich 1999 die Friseur-Innung Hamburg beschwert. Früher hab ich von Doppeldeutigkeiten in meinen Texten gelebt, da war ich der Ballermann-Macho. Die Zeit ist aber vorbei, wir haben uns neu erfunden und sind kompatibler geworden. Der Hardcore-Krause-Fan findet das vielleicht etwas langweilig, aber viele andere sind zufrieden mit dem, was ich heute mache.

Sie treten regelmäßig auf Mallorca auf. Jetzt kommen Sie nach Gemünden aufs Land. Kommen Ihre Hits auch dort an, wo das Publikum vorher noch nicht den ganzen Tag am Strand gefeiert hat?

Krause: Erstaunlicherweise kommt das auch in Gemünden, Trier oder Menden sehr gut an. Auch in Gemünden erwarten die Leute Party-Stimmung von mir, dafür werde ich gebucht. Die Leute glauben immer, ich wäre das ganze Jahr auf Mallorca. Ich trete da nur ein Mal pro Woche im Riu Palace auf, in Deutschland, wo ich meinen festen Wohnsitz habe, habe ich dagegen über 200 Termine im Jahr.

Sie sind ausgebildeter Jugend- und Heimerzieher. Was denken Sie, wenn junge Leute betrunken vor Ihrer Bühne stehen?

Krause: Ich finde, jeder hat das Recht, auch mal einen zu trinken, so lange er damit umgehen kann und keinem anderen schadet. Ich bin nicht der Moralapostel, ich feiere auch gerne. Und ich nehme mein Publikum ernst, egal in welchem Zustand.

Das vollständige Interview lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine/HNA Waldeckische Allgemeine.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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