Haina (Kloster)

Patient aus Entlassungsurlaub „entwichen“

- Haina/Gießen. Im Jahr 2009 ist bisher lediglich ein Patient der gerichtlichen Psychiatrie „entwichen“ – aus dem Entlassungsurlaub. Er beging in dieser Zeit zwar keine neuen Delikte, ist aber trotzdem wieder auf einer Station untergebracht.

Der Mann war Asylbewerber und muss nun mit einer Abschiebung rechnen. Darauf „wartet“ er in der Gießener Klinik, berichtete der ärztliche Direktor der Klinik für forensische Psychiatrie Haina, Dr. Rüdiger Müller-Isberner, den Mitgliedern des Forensik-Beirates in der Sitzung des Gremiums. Der Mann war im Entlassungsurlaub gewesen und hatte Alkohol getrunken. Völlig betrunken war er gestürzt und auf sein Gesicht gefallen. Dabei zog er sich Verletzungen zu. Nach der Behandlung im Krankenhaus versteckte er sich nach Angaben Müller-Isberners bei einem Freund, da er Angst vor den Folgen seines Sturzes in der psychiatrischen Ambulanz hatte. Nach drei Tagen habe er sich aber wieder auf seiner ehemaligen Station in Gießen gemeldet, berichtete Müller-Isberner. Neue Delikte aus der Zeit ohne Aufsicht seien nicht bekannt. Eine solche Situation habe es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, informierte der Chef der Forensik. (apa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare