Bottendorfer Schaupieler bei "Hubert und Staller"

Patrick Finger schauspielert sich in die ARD

Vor zwei Jahren war Patrick Finger ein Gemüsehändler, heute Abend ist er als Paketbote zu sehen.Archivfoto: Bischoff/ZDF

Frankenberg - Für den Bottendorfer Schauspieler Patrick Finger ist das Jahr gut gelaufen: Am Mittwochabend ist er in der ARD-Krimi-Serie "Hubert und Staller" zu sehen. Auch bei Michael "Bully" Herbigs neuer Sitcom hat er in einer Folge mitgespielt. Eine Rolle in einem Tatort steht noch auf der Wunschliste.

Einmal in einem Tatort mitspielen - für viele deutsche Schauspieler ein Traum; auch für den gebürtigen Bottendorfer Patrick Finger. Er ist sich sicher, dass der Traum sich irgendwann erfüllt. Auf dem Weg zu seinem Ziel hakt er viele kleinere und größere Wünsche auf seiner imaginären Liste ab - und in diesem Jahr durfte er einige Häkchen setzen. „Es ist ein bisschen was passiert. Ich hoffe, es geht so weiter“, sagt der Schauspieler.

Am Mittwochabend ist Patrick Finger um 18.50 Uhr im ARD-Programm „Heiter bis tödlich“ zu sehen. Er hat eine Rolle in der Serie „Hubert und Staller“ ergattert. „Es ist eine kleine Tagesrolle, aber dafür ist sie sehr lustig“, sagt Finger. Er liefert heute Abend in der Serie mit Christian Tramitz ein besonderes Paket aus. „Ich habe mir einen Bart stehen lassen, damit der Regisseur entscheiden kann.“ In der Maske wurde daraus ein Schnäuzer. „Das sieht so dämlich aus.“ Nach dem Drehtag fiel der Oberlippenbart als erstes.

Im September drehte Finger dann eine Woche mit Michael „Bully“ Herbig und Rick Kavanian. „Obwohl Tramitz, Bully und Kavanian nicht mehr zusammenarbeiten, habe ich in einem Jahr mit allen gedreht“, sagt Finger. „Das hätte ich zu Beginn des Jahres nie gedacht.“

Bei Herbig ist der Bottendorfer Schauspieler Teil der Sitcom „Bully macht Buddy“. Die Serie startet am 18. November. Finger ist in der Folge am 9. Dezember dabei und darf wieder Post überbringen, diesmal als Fahrradkurier. „Das war spannend, denn ich bin noch nie vor Live-Publikum aufgetreten.“ Finger erklärt, dass er vier Tage lang vorbereitet und geprobt habe - am Freitag spielten die Schauspieler ihre Rollen dann vor dem Publikum. Deren Reaktionen sind laut Finger in der Serie zu hören, aber die Zuschauer sind nicht zu sehen - wie bei amerikanischen Sitcoms.

Das Ergebnis kennt der 35-Jährige noch nicht. Aber er freut sich auf das Ergebnis. „Ich hatte eine gemeinsame Szene mit Bully“, berichtet Finger. Und da Bully wieder Schauspieler und Regisseur in einem war, bekam der 35-Jährige auch seine Anweisungen von Bully. „Es war sehr lehrreich. Er achtet sehr auf Timing und Bewegung. Außerdem braucht er kein Drehbuch, sondern hat alle Vorstellungen im Kopf.“ Nervös war Finger vor der Zusammenarbeit nicht: Aus der Castingsendung für den Film „Wickie und die starken Männer“ kennt er Bully bereits.

„Ich finde es cool, dass ich fast schon zweigleisig Rollen bedienen darf“, freut der Bottendorfer sich. Mit seinen aktuellen Rollen zeigt er sich von seiner lustigen Seite, dramatische Rollen finden sich aber auch zahlreiche in seinem Lebenslauf.

Neben dem Tatort hat Finger noch zwei große Ziele: Er will bei einem Film im Landkreis Waldeck-Frankenberg mitspielen. Und er möchte mit Matthias Schweighöfer vor der Kamera stehen. „Ich finde ihn einfach super-sympathisch“. Getroffen habe er ihn bei der Vertonung zu dem Film „Der rote Baron“ - und kurz Smalltalk mit ihm gehalten.

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