Pellets oder Hackschnitzel sind in Ellershausen nicht rentabel

Ellershausen. Das Thema Nahwärme ist vom Tisch: Pellets oder Hackschnitzel sind in Ellershausen nicht rentabel.

Es hörte sich alles so gut an. Wenn im Frankenauer Stadtteil ein Nahwärmenetz mit Pellet- oder Hackschnitzelkessel und einem Heizölkessel für die Spitzenlast installiert werden würde, könnte ein ans Netz angeschlossener Haushalt langfristig viel Geld sparen.

„Bis zum fünften Jahr liegt man noch über dem Heizölpreis, ab dem zehnten Jahr dann aber auf gleichem Niveau, und ab dem 20. Jahr steht eine erhebliche Einsparung von knapp 39.000 Euro bei jeweils beiden Varianten zu Buche“, sagte Georg Stegemann von der Firma Viessmann, der am Montag die Ergebnisse eine Nahwärmestudie für Ellershausen vorstellte.

Die Ernüchterung ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Stegemann machte deutlich, dass der Bau eines Nahwärmenetzes in dem Frankenauer Stadtteil seitens des Unternehmens nicht empfohlen wird. Der Grund: Zwar haben von 120 Haushalten 99 in Ellershausen durchaus Interesse signalisiert, sich an ein mögliches Nahwärmenetz mit einer 4,1 Kilometer langen Trasse anzuschließen.

„Fakt ist allerdings, dass man mit den 99 Haushalten nur knapp über der Mindestanforderung liegt, nämlich etwas mehr als 500 Kilowattstunde pro Trassenmeter Wärme abzunehmen“, so der Viessmann-Mitarbeiter.

„Es ist erfahrungsgemäß allerdings so, dass nicht alle der 99 Haushalte mitmachen. Und dann würde man unter dem Wert liegen und nicht die Kfw-Förderkriterien erfüllen.“ Auf 250.000 Euro müsste man letztlich bei der Errichtung eines Nahwärmenetzes verzichten. Es sei in dem Zusammenhang auch nicht davon auszugehen, dass es bei insgesamt 120 Haushalten in Ellershausen erhebliche Steigerungsraten hinsichtlich der Zahl der Wärmeabnehmer gebe.

Von Philipp Daum

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Quelle: HNA

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