Ausstellung im Frankenberger Stadthaus

Personalausweis und Klimaschutz

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Geschäftsführer der EGF Karl-Heinz Schleiter, Bürgermeister Rüdiger Heß, Klimaschutzbeauftragte Bettina Werner und Bauamtsleiter Karsten Dittmar haben gestern die Ausstellung über Sonnenenergie und Erdwärme eröffnet.Foto: Patricia Kutsch

Frankenberg - Nicht nur Personalausweise und Bauvorhaben können die Frankenberger in ihrem Stadthaus beantragen. Seit Montag gibt es Impulse in Sachen Klimaschutz: Eine Ausstellung informiert über Solaranlagen und Erdwärme.

Wärme aus dem Erdinneren oder direkt von der Sonne: Die Erde und die Sonne sind nahezu unerschöpfliche Energiequellen. Wer diese Techniken im eigenen Haus oder Unternehmen nutzt, der tut nicht nur etwas für den Klimaschutz, sondern kann auch bares Geld sparen.

Eine Wanderausstellung des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zeigt seit gestern im Stadthaus, wie Erdwärme und Sonnenenergie genutzt werden können. Auf zwei Etagen und 18 Stellwänden wird erklärt, wo die Wärme herkommt und wie jeder Hausbesitzer sie effektiv nutzen kann. „Hier können Interessierte sich Impulse holen, um sie dann mit einem Fachberater zu Hause umsetzen zu können“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß bei der Eröffnung der Ausstellung.

Die informativen Stellwände sind bis zum 30. April im Stadthaus zu sehen. „Wir wollen den Bürgern positives zeigen, damit sie nicht nur zu uns kommen, wenn sie einen neuen Personalausweis brauchen.“ Meistens sind es künstlerische Ausstellungen. Auch ab Mai wird es laut Heß wieder Kunstwerke zu bewundern geben. Der April ist jedoch dem Klimaschutz gewidmet. „Wir erreichen unsere Ziele nur, wenn wir das Thema in die breite Öffentlichkeit bringen und jeder Mieter, Hausbesitzer und Firmeninhaber etwas dazu beiträgt.“ Die Stadt solle dabei mit gutem Beispiel voran gehen - in der Hoffnung dass die Frankenberger ihr Folgen und etwas für den Klimaschutz tun. Die Ausstellung ist laut der Klimaschutzbeauftragten der Stadt, Bettina Werner, komplett überarbeitet und in der neuen Form erstmals ausgestellt. Die Zahlen und Daten auf den Infowänden seien daher auf dem aktuellen Stand der Technik und der Strompreise.

Laut Karsten Dittmar, Bauamtsleiter der Stadt, biete Erdwärme ein großes Potential. Unterschiedliche Techniken bringen mittlerweile die Wärme aus dem Boden in das Haus. Dafür müsse nicht mehr zwangsläufig bis zu 100 Meter tief gebohrt werden. Erdwärmekollektoren etwa werden in zwei Metern Tiefe in die Erde gelegt. Sie benötigen allerdings eine größere Fläche, als das sogenannte Brunnensystem. Ein Erdwärmesystem kann laut Dittmar auch im Sommer genutzt werden - um die Räume zu kühlen.

Im Zusammenhang mit Erdwärme etwa sei laut Heß etwa eine Fußbodenheizung sinnvoll. Wasser müsse bei einer Heizung in Boden oder Decke weniger erwärmt werden, als bei einer klassischen Heizung, um dennoch auf die gleiche Raumtemperatur zu kommen. „Die Fußbodenheizung spart aber nicht nur Energie, das Raumklima ist auch angenehmer durch die Strahlungswärme“, ergänzte Dittmar.

Mit dem Klimaschutz und dem Klimaschutzkonzept für die Stadt können die Frankenberger sich wieder am 25. April beschäftigen. Dann finden am 19 Uhr Workshops in der Ederberglandhalle statt.

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