Sonntag Bürgermeisterwahl in Münchhausen – Amtsinhaber über Erreichtes und Ziele

Peter Funk einziger Kandidat

Will in Münchhausen Bürgermeister bleiben: Peter Funk. Foto:  Koelschtzky

Münchhausen. Seit elf Jahren ist der 49-jährige Peter Funk Bürgermeister in Münchhausen, der mit 3500 Einwohnern zweitkleinsten Gemeinde des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Am Sonntag, 5. September, stellt er sich wieder zur Wahl, einen Gegenkandidaten hat er nicht.

Münchhausen sei vor allem eine Wohngemeinde, sagt der Vater von drei Kindern und überzeugte Münchhäuser. Am äußersten Rand des Landkreises gelegen, bietet die Gemeinde ihren Bürgern alle Annehmlichkeiten eines stadtnahen Wohnortes, erklärt Funk.

Die Kinderbetreuung ist für ihn ein zentrales Theam. „Wenn die meisten Münchhäuser außerhalb arbeiten müssen, müssen sie sicher sein, dass ihre Kinder in dieser Zeit gut versorgt sind“, sagt Funkt. In seinen Amtszeiten wurde der Kindergarten Münchhausen neu gebaut, die Einrichtungen in Oberasphe und Niederasphe wurden saniert und erweitert. Für Wollmar und Simtshausen wurde die kostenlose Beförderung der Kinder eingerichtet, zählt er auf. Schon 2005 bot Münchhausen die Betreuung mittags, nachmittags und von unter-Dreijährigen an.

Kinderbetreuung und Schule

Ein wichtiger Schritt sei gewesen, die Kinderbetreuung mit dem Verein „Kinder sind unsere Zukunft“ zu organisieren, sagt Funk. „Wir werden in der Zukunft noch mehr Nutzen daraus ziehen können, gerade was das Personal und die Qualität der Betreuung angeht.“

Auch als Schulstandort sei Münchhausen sehr gut, betont Funk. „Die Vorschulkinder aus dem Kindergarten können schon Probeunterricht machen, das erleichtert den Übergang sehr“, nennt er ein Beispiel. Auch das kulturelle Angebot mit Zirkus oder Musical der Kinder gebe es „sonst nur in Städten“, sagt er. Das sei durch hohes Engagement der Eltern möglich. Die Gemeinde hat die Grundschulbetreuung um zwei Stunden erweitert: Wenn der Landkreis um 15 Uhr aufhört, bezahlt die Gemeinde die Betreuung bis 17 Uhr.

Von großer Bedeutung sei der öffentliche Personennahverkehr, findet Funk. Die Pendler nutzten die Bahn, deshalb freut er sich über die Modernisierung der Bahnsteige, die jetzt barriere-frei sind. Der Rundverkehr mit dem Bus durch alle Ortsteile ist ein guter Anfang, aber noch ausbaufähig, sagt Funk. „Und wir sollten darüber nachdenken, ob der kostenlose Kindergartenbus nicht auch zwischenzeitlich von Senioren genutzt werden kann, die zum Einkaufen oder zum Arzt wollen.“

Ein tolles Seniorenangebot organisiere die ehrenamtliche Seniorenbeauftragte Heidemarie Schneider, berichtet er begeistert: „Sie ist wirklich Gold wert.“ Auch der Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden liegt Funk am Herzen. „Aber der Service vor Ort muss erhalten bleiben. Eine zweite Gebietsreform ist nicht das Ziel“, hebt er hervor.

Gewählt wird am Sonntag von acht bis 18 Uhr in allen Bürgerhäusern. (ky)

Quelle: HNA

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