Pfadfinder holen Friedenslicht aus Bethlehem nach Frankenberg

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Ankunft des Friedenslichts: Am Frankenberger Bahnhof verteilten die jungen Pfadfinder nach ihrer Rückkehr aus Fulda das Friedenslicht an Mitglieder der Reservistenkameradschaft Frankenberg. Auch Bürgermeister Heß begrüßte die Gruppe. Vorher hatte das kleine Kerzenlicht eine mehr als 5000 Kilometer lange Reise aus Bethlehem zurückgelegt.

Frankenberg. Das Friedenslicht aus Bethlehem ist auch in Frankenberg angekommen. 17 junge Pfadfinder der Gruppe „Siedlung Sankt Georg" haben es am dritten Advent im Fuldaer Dom abgeholt und am Sonntagabend am Frankenberger Bahnhof unter anderem an Mitglieder der Reservistenkameradschaft Frankenberg weitergegeben.

Wir erklären, was es mit dem Friedenslicht auf sich hat:

Wie kam das Friedenslicht nach Frankenberg? 

Um das Friedenslicht nach Frankenberg zu holen, hatten die Pfadfinder mit dem katholischen Gemeindereferenten Jean-Marie Wenigenrath am Sonntag einen langen Weg auf sich genommen - schon um 8.20 Uhr startete der Zug am Bahnhof in Richtung Fulda. In einer ökumenischen Aussendungsfeier mit Landesbischof Prof. Dr. Martin Hein und 600 jungen Protestanten und Katholiken im Hohen Dom in Fulda wurde auch den Frankenberger Pfadfindern das Friedenslicht übergeben.

Welche Bedeutung hat das Friedenslicht? 

„Ein kleines Lichtlein wird leicht übersehen und kann locker ausgepustet werden. Gibt es aber viele mutige, junge Menschen, die die Botschaft verbreiten und vermehren, können sie Licht in eine dunkle Welt bringen“, sagte Landesbischof Hein während der Feier in Fulda: „Gott will keine Gewalt, keinen Krieg, kein Leid.“ Vorher hatte das kleine Kerzenlicht eine 5000 Kilometer lange Reise von der Geburtsstätte Jesu in Bethlehem (Westjordanland) bis nach Fulda zurückgelegt.

Was bedeutet das Licht für Frankenberg? 

„Ich finde es toll, dass sich die jungen Pfadfinder auf den langen Weg gemacht haben, um das Friedenslicht auch nach Frankenberg zu holen“, sagte Bürgermeister Heß bei der Ankunft der Pfadfindergruppe um 20.38 Uhr am Sonntag am Frankenberger Bahnhof. Gerade in der heutigen Zeit voller Kriege, Angst, Terror und Flucht gehe es mehr denn je um ein friedliches Miteinander. „Das Friedenslicht ist auch ein Zeichen für die Stadt “, sagte Heß. „Wir nehmen hier auch Menschen aus den Krisengebieten auf.“

Wie geht es mit dem Friedenslicht weiter? 

Das Friedenslicht wird an die Kirchengemeinden im Pastoralverbund St. Georg Lahn-Eder und heimische Seniorenzentren weitergegeben, aber auch an Privatleute, die das Friedenslicht in ihrem Haus haben wollen.

Die Reservistenkameradschaft Frankenberg bedankte sich bei den Frankenberger Pfadfindern für ihre Mühe und den langen Weg. „Auch Soldaten stehen für den Frieden ein“, sagte Vorsitzender Björn Hornig.

„Wir werden das Friedenslicht nun verteilen. Mit dem Licht wollen auch wir ein Zeichen für den Frieden in der Welt setzen“, betonte Jean-Marie Wenigenrath, Leiter der Frankenberger Pfadfindergruppe. (mjx)

Quelle: HNA

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