Nach 16 Jahren: Pfarrer Claus Becker verlässt Battenfeld

Er war 16 Jahre lang evangelischer Pfarrer in Battenfeld: Claus Becker. Am 1. September wird er neuer Pfarrer in Rodheim-Bieber im Landkreis Gießen. Foto: Arnold

Battenfeld. Nach 16-jähriger Amtszeit verlässt Pfarrer Claus Becker die evangelischen Kirchengemeinden Battenfeld und Rennertehausen und tritt zum 1. September 2015 eine neue Stelle in Rodheim-Bieber (Landkreis Gießen) an.

„Ich bin traurig dass ich gehe, aber mit bald 51 Jahren sehe ich es auch als den richtigen Zeitpunkt, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen“, sagte er.

Am Donnerstagabend hatte Pfarrer Becker den Kirchenvorstand und am Samstag beim Tag der offenen Tür im „Haus Emmaus“ in Rennertehausen die Gemeindemitglieder beim Gottesdienst über seine Entscheidung informiert.

„Dort in der Nähe leben mein pflegebedürftiger Schwiegervater und auch meine Mutter, die immer mehr unsere Unterstützung braucht“, erklärte Becker die familiären Hintergründe, die ihn dazu bewogen hätten, sich gerade um diese Stelle zu bewerben.

„Als ich in Battenfeld meinen Dienst angetreten habe, war eine Vorgabe des damaligen Kirchenvorstands, die Zusammenarbeit zwischen der politischen Gemeinde, den Vereinen und Verbänden noch intensiver zu gestalten. Ich glaube, das ist gelungen. Und mit dem Haus Emmaus in Rennertehausen ist ein Zeichen für eine offene Kirchengemeinde entstanden, an der ich mitgearbeitet habe. Jetzt kann der neue Kirchenvorstand ab September einen neuen Pfarrer auswählen, mit dem auch wieder neue Ideen das kirchliche Leben bereichern“, sagte Becker. Für die offene Kirchengemeinde spreche auch, dass katholische junge Frauen im Kindergottesdienst in Battenfeld mitarbeiten.

„Obwohl wir enttäuscht sind, dass Pfarrer Becker uns verlässt, haben wir Verständnis für seine Entscheidung“, erklärten Anja Schubert und Lieselotte Bürger, die beide langjährige Kirchenvorstandsmitglieder sind und auch dem neuen Kirchenvorstand wieder angehören. Ähnlich sieht das auch die Rennertehäuser Kita-Leiterin Ulrike Amend, die noch ergänzt: „wir werden seine Ideen vermissen“. (wi)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare