Bottendorf

Pfarrer Reinhold Schott verabschiedet

- Burgwald-Bottendorf (da). Nach 21 Jahren als Pfarrer in Bottendorf und Willersdorf wurde Reinhold Schott am Sonntag mit einem Gottesdienst in der Bottendorfer Martinskirche verabschiedet.

Die Kirche war voll besetzt, und auch beim anschließenden Kaffeetrinken im Dorfgemeinschaftshaus mussten einige Besucher stehen: Die Verbundenheit der Gemeindeglieder zur Pfarrersfamilie war gestern spürbar. Diese enge Beziehung konnte Reinhold Schott auch in Zahlen ausdrücken. 551 Kinder hat er getauft, 620 Konfirmanden eingesegnet, 165 Paare getraut und 563 Menschen beerdigt. Jetzt wechselt er nach Hofgeismar an das Predigerseminar der Landeskirche.

Im Reformationsgottesdienst verabschiedete sich Reinhold Schott, der gestern auch Geburtstag hatte von seiner Gemeinde, und seine Gemeinde von ihm. Danke für die schönen und traurigen Momente, in denen Sie uns begleitet haben“, habe eine Familie vor einigen Tagen zu ihm gesagt, berichtete Reinhold Schott. Viele Menschen hätten ihn begleitet, er erinnere sich an viele Begegnungen.

Für den Kirchenvorstand sprachen Horst Plett aus Willersdorf und Manfred Ernst aus Bottendorf. Ernst erinnerte an die Kirchenvorstandssitzung am 22. August, als Schott seinen Abschied verkündete. „Es gab keine Chance, etwas zu ändern.“

Die Entscheidung sei „ziemlich plötzlich“ gekommen, aber nicht unerwartet. Schott habe schon mehrfach gesagt, „dass es nicht gut ist, wenn ein Pfarrer 21 Jahre lang bleibt“. Hätte der Kirchenvorstand eine Ablösesumme fordern können, „wäre die so hoch gewesen, dass die Landeskirche sich das nicht hätte leisten können“. Reinhold Schott und seine Familie seien schnell „ein Teil der Gemeinde“ geworden.

Dekanin Petra Hegmann entband Reinhold Schott von seiner Verpflichtung als Pfarrer in Bottendorf und Willersdorf. Er habe die Gemeinden „durch Ihre Arbeit und durch Ihre Persönlichkeit geprägt“. Auch über die Gemeindegrenzen hinaus habe sich Schott engagiert, etwa durch die Mitarbeit in der Landessynode, als zweiter stellvertretender Dekan oder als Mitglied des Kreisjugendpfarrerteams. Es sei aber auch schön, „sich nach 21 Jahren einer neuen Aufgabe stellen zu können“, sagte die Dekanin. Auf ganz besondere Weise verabschiedeten die Bottendorfer Kindergartenkinder ihren Pfarrer. Sie überreichten ihm Luftballons und gaben ihm gute Wünsche mit auf den Weg. Die reichten von Gesundheit über Freunde bis hin zur Hoffnung, „dass du nicht ins Gefängnis kommst“. Den Gottesdienst gestalteten der Jugendposaunenchor und der Kirchenchor mit.

Ein Kaffeetrinken im Bottendorfer Dorfgemeinschaftshaus schloss sich an. Gruppen aus Bottendorf und Willersdorf gestalteten das Programm, Ehrengäste und Vereinsvertreter sprachen Grußworte.

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