Bottendorf

Pfarrer Schott verlässt Martinskirche

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- Burgwald-Bottendorf (rou). Freude und Trauer gehören zum Leben. Als Pfarrer weiß Reinhold Schott dies nur zugut. Dieser Tage bewegt er sich selber zwischen diesen Gefühlswelten: Schott freut sich auf seine Aufgabe am Predigerseminar in Hofgeismar. Der Gedanke an den Abschied von der Kirchengemeinde Bottendorf/Willersdorf macht ihn aber auch traurig.

Gerüchte, der Pfarrer verließe die Gemeinde, machten bereits seit Tagen die Runde. Seit Montagabend ist der angekündigte Abschied aber offiziell. Reinhold Schott informierte den Kirchenvorstand über seine Pläne, zum 1. Dezember eine Stelle als Studienleiter am Predigerseminar in Hofgeismar anzutreten. Seitdem ist der Weggang des Pfarrers das Gesprächsthema: in Bottendorf und in Willersdorf.

In diesen beiden Orten ist Schott das Gesicht der Kirche. Und die kirchliche Arbeit nimmt sowohl im Burgwalder Ortsteil, als auch im Frankenberger Stadtteil noch größeren Raum ein als in anderen Dörfern. „Die Gottesdienste sind gut besucht, es gibt viele ehrenamtliche Mitarbeiter“, beschreibt Schott das Gemeindeleben. Und weil dies so ist, sei ihm die Entscheidung auch nicht leichtgefallen.

Nach seinem Vikariat in Amönau-Warzenbach trat Reinhold Schott vor 21 Jahren seine erste „richtige Pfarrstelle“ in Bottendorf an. „Ich wollte immer Dorfpfarrer sein“, sagt Schott im Rückblick. Studiert hatte er in München und in Marburg. In Bottendorf schlug er Wurzeln. Das Pfarrhaus neben der Martinskirche wurde zur Heimat der wachsenden Familie: Die Söhne Hannes und Lukas erblickten das Licht der Welt. Und indirekt haben auch sie mit seinem jetzigen Abschied etwas zu tun. Schott wird Ende Oktober 50 Jahre, Hannes geht studieren, Lukas „baut“ voraussichtlich im nächsten Sommer sein Abi.

Schott sah für sich den Zeitpunkt gekommen, über sein berufliches Leben nachzudenken. „Es gibt nur wenige Pfarrer, die von Anfang bis Ende ihres Berufsleben in einer Gemeinde arbeiten“, sagt er. Die Landeskirche begrüße es zudem, wenigstens einmal zu wechseln.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 26. August

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