Frankenberg

Pfingstmarkt startet mit Maiumzug

- Frankenberg (schä). Mit einem farbenfrohen Maizug mit mehreren hundert Mitwirkenden ist am Freitagmorgen der Startschuss zum 433. Pfingstmarkt gefallen. Einer Tradition folgend versammelten sich die Männer der Stadt zum Abmarsch zum Umtrunk im „Listenbach“. Begleitet wurde der Zug von den Kindern der heimischen Grundschulen, die in bunten und historischen Kostümen ein prächtiges Bild abgaben.

Nachdem bereits in aller Frühe die Bläser der Burgwaldschule zum musikalischen „Weckruf“ durch die Stadt gezogen waren, fiel pünktlich um 9 Uhr der Startschuss zum 433. Frankenberger Pfingstmarkt. Vom Burgberg aus setzte sich der bunte „Lindwurm“ in Bewegung, der stets die halbe Stadt zum Beginn des Volksfestes Nummer eins in Wallung versetzt. Auch am Freitag wieder.Und der generationsübergreifende Charakter ist dem Mai-Umzug weiterhin erhalten geblieben.

Stadtbedienstete, Mitarbeiter anderer heimischer Firmen, Soldaten der Burgwaldkaserne sowie zahlreiche einheimische „Mannsbilder“ traten ebenso wieder in die Reihen des Zuges ein wie die Jungen und Mädchen aus den Frankenberger Schulen mit den alten Schulfahnen – ein jeder mit dieser gewissen Vorfreude auf das lange, gesellige Wochenende ausgestattet. Zumal allenfalls die Intensität des „Warmtrinkens“ am Vorabend, nicht aber die schon am Morgen vergleichsweise milden Temperaturen zum Im-Bett-bleiben ermunterten.Vor allem die Kinder der Regenbogen-, Ortenberg- und Wigand-Gerstenbergschule verliehen dem Umzug wieder ein prächtiges Bild mit ihren gelben Blumen, grünen und roten Gewändern, den bunten Masken und den historischen Kostümen –mit Trommeln, Hellebarden und mehr. Wie früher die Großeltern schon lange vor dem Markt begannen, Uniformen für den Umzug für ihre Lieben zu schneidern, so basteln heute die Grundschüler schon einige Wochen vorher an ihrem großen Auftritt. Schließlich repräsentieren sie im bunten Maiumzug das Herzstück der Frankenberger Stadtgeschichte: Das Treiben der Landsknechte, der rußgeschwärzten Butzemänner und der anderen überlieferten Stadtbewohner, die im Umzug und ihren festen Platz hatten.

Die „Butzemänner“ beispielsweise trugen Sorge dafür, dass sich auch ja kein Weib in die Männerdomäne „Listenbach“ einschlich. Diese und andere geschichtliche Begebenheiten erfuhren gestern vor allem die, die den Zug nicht sahen, sondern ihm nur zuhörten. Historiker Karl-Hermann Völker vom Geschichtsverein stand mit dem Mikrofon in der Fußgängerzone und kommentierte anschaulich auf Radio Frankenberg den Umzug.

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Mehr zum Pfingstmarkt lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung vom Samstag.

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