Pflegemedaille

Sozialminister dankt Herbert Kinkel aus Berghofen für selbstlosen Einsatz

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Die Pflegemedaille des Landes verlieh Sozialminister Kai Klose (links) im Schloss Biebrich an Herbert Kinkel aus Berghofen.

Die Pflegemedaille des Landes Hessen hat der Sozialminister an 14 Frauen und Männer verliehen, die seit Jahren Angehörige pflegen. Unter den Preisträgern war auch Herbert Kinkel.

Mit der vom Ministerpräsidenten gestifteten Pflegemedaille des Landes Hessen wird der Einsatz pflegender Angehöriger gewürdigt. Sie wird seit dem Jahr 2004 an Bürger verliehen, die einen pflegebedürftigen, kranken oder behinderten Menschen unentgeltlich zu Hause für mindestens fünf Jahre gepflegt oder betreut haben.

Herbert Kinkel hatte über viele Jahre seine auch an Demenz erkrankte Frau Emma liebevoll gepflegt, hatte sie mobilisiert und trotz der Erkrankung Reisen mit ihr unternommen, wie der Battenberger Bürgermeister Christian Klein gegenüber der HNA berichtete.

Ergreifende Feierstunde

Als ehemaliger städtischer Mitarbeiter habe Herbert Kinkel seine an den Rollstuhl gefesselte Ehefrau auch zu Feierstunden ehemaliger Mitarbeiter mitgebracht, so Christian Klein weiter. „Das ging über Jahre so.“ Tragischerweise sei Emma Kinkel im November 2017 zu einem Zeitpunkt gestorben, als ihr Ehemann wegen eines Leistenbruchs selbst behandelt werden musste.

„Es war eine sehr ergreifende Feierstunde“, berichtete Bürgermeister Klein aus Wiesbaden. Sozialminister Klose habe sehr einfühlsam über jeden einzelnen Fall berichtet, der zur Verleihung einer Pflegemedaille geführt habe.

Das Land verfüge über ein sehr gut ausgebautes Hilfenetzwerk, um Pflegende zu unterstützen und zu entlasten. Stationäre und ambulante Hilfen und Dienste seien dabei wichtige Bausteine einer funktionierenden Infrastruktur. 

Qualifizierte Beratung

Sowohl Pflegende als auch Gepflegte benötigten eine qualifizierte Beratung über die ihnen zustehenden Leistungsansprüche, die Angebote vor Ort sowie die für sie am besten geeignete Leistungskombination. Hierfür gebe es in allen 26 Landkreisen in Hessen Pflegestützpunkte, sagte Minister Klose. 

„Wir wollen pflegende Angehörige auch weiterhin unterstützen und planen deshalb, die Zahl der Pflegestützpunkte auszubauen.“

Arbeitgeber seien ebenso gefragt, pflegende Angehörige bei der Pflege zu unterstützen – damit diese bei einem Pflegefall in der Familie ihren Beruf nicht aufgeben müssen. 

Beruf und Pflege

"Um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu verbessern, haben wir schon vor einigen Jahren gemeinsam mit der Wirtschaft die hessische Initiative zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ins Leben gerufen. Inzwischen sind über 250 hessische Unternehmen und Betriebe Mitglied unserer Initiative“, freute sich der Sozialminister.

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