Grünkohlessen der Lions in Frankenberg

Ein Plädoyer für einfach gutes Essen

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Ein deftiges Essen haben die Mitglieder und die Damen der Lions am Samstag beim zwölften Grünkohlessen den rund 115 Gästen serviert. Gekocht haben das traditionelle norddeutsche Gericht Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes.Fotos: Patricia Kutsch

Frankenberg - Medizin für Waisenkinder in Indien und Wasser für arme Menschen in Uganda, aber auch Projekte für Kinder in Frankenberg finanzieren die Lions. Gutes tun will der Serviceclub auch wieder mit den Einnahmen aus dem Grünkohlessen. 115 Gäste ließen sich von den Lions am Samstagabend verwöhnen.

Die gemeinnützigen Projekte der Lions unterstützen die Gäste des Grünkohlessens seit zwölf Jahren. Sie zahlen für gutes Essen, Getränke und zuvorkommenden Service. Der Serviceclub wiederum nutzt das dadurch eingenommene Geld für Projekte wie die Teddyklinik, für „Klasse 2000“ - einer Gesundheitsförderung und Gewalt- und Suchtvorbeugung in der Grundschule - oder für die Kinderakademie.

Geld ausgeben sollten die Deutschen aber auch wieder mehr für gutes Essen. Dafür plädierte der Gastredner Franz Keller. Der Spitzengastronom hat die Adlerwirtschaft in Hettenheim und den Falkenhof. Dort züchtet er Schweine, die bei ihm eineinhalb Jahre alt und richtig fett werden dürfen. Normalerweise werden Schweine in Deutschland nach rund fünf Monaten geschlachtet. „Dabei muss Schwein fett sein, sonst ist es einfach nur ´ne arme Sau“, sagte Keller. Das Schwein sei ein Grundnahrungsmittel der deutschen Küche - allerdings essen viele Menschen zu viel davon.

Keller plädierte in seinem Vortrag dafür, gute Qualität zu kaufen und vor allem zu genießen. Gute Grundprodukte seien das Wichtigste. „Das Leben ist zu kurz, um etwas Schlechtes zu sich zu nehmen, nur weil es ein paar Pfennig günstiger ist.“

Das Motto von Keller ist „Vom Einfachen das Beste“. Deswegen kehrte er nach vielen Jahren in den besten Küchen Italiens, Frankreichs und Deutschlands der Welt der Michelin-Sterne den Rücken und besinnte sich auf die traditionelle deutsche Gastwirtschaft, in der er auch aufgewachsen war.

Durch den Abend geführt hatte der neue Zeremonienmeister Lothar Czeczatka. Der bisherige Amtsinhaber Dietrich Tripp musste die Moderation des Abends aufgeben - denn er ist der aktuelle Präsident der Frankenberger Lions. Tripp begrüßte die Gäste und berichtete von den Projekten, die seine Lions im vergangenen Jahr ermöglicht haben. Neben den Projekten für die Region haben die Frankenberger mit dem englischen Partnerclub die Einrichtung eines medizinischen Zentrums in Indien finanziert, in einer Unterkunft, in der 140 Waisenkinder leben. Für ein Jahr haben sie einen Arzt, eine Krankenschwester und eine Angestellte am Empfang bezahlt.

Mehr über das Grünkohlessen der Lions lesen Sie am Montag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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