Plakate gegen Schließung: Kunden wollen Tegut in Frankenberg halten

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Am 1. November soll Schluss sein: Die geplante Schließung des Tegut-Marktes in der Auestraße wollen viele Kunden verhindern. Etwa 70 von ihnen trafen sich am Samstag mit Bürgermeister Rüdiger Heß (Mitte im Anzug), um ihren Unmut gegen die Pläne der Geschäftsführung zu äußern. Foto:  nh

Frankenberg. Etwa 70 Tegut-Kunden haben vor dem Lebensmittelmarkt in der Auestraße ihren Unmut gegen die geplante Schließung von Tegut in Frankenberg geäußert. „Unsere Stadt braucht Tegut“ und „Tegut muss bleiben“ stand auf Plakaten.

Wie berichtet, will Tegut Frankenberg zum 1. November verlassen. Für den Erhalt des Marktes gibt es eine Unterschriftenliste, auf der schon mehr als 1000 Menschen unterschrieben haben. Einer Gruppe im Internet auf Facebook haben sich ebenfalls schon mehr als 1100 Menschen angeschlossen.

Deshalb hatten die Initiatoren insgeheim vielleicht doch mit mehr Menschen bei der Aktion am Samstagmorgen gerechnet. Einer der Teilnehmer war Bürgermeister Rüdiger Heß, der bei dem Treffen erläuterte, wie sich die Stadt für den Erhalt des Marktes einsetzen will.

„Wir könnten uns an diesem Standort vorstellen, einen Markt mit 1500 bis 1700 Quadratmetern zuzulassen“, sagte Heß der HNA. Eine Beschränkung auf 800 Quadratmeter, von der Tegut bislang ausgegangen war (wir berichteten), gelte in diesem Fall nicht.

Er als Bürgermeister setze sich für den Erhalt des Marktes ein, sagte Heß, „weil Tegut für bestimmte Kunden bestimmte Produkte anbietet, die man in anderen Märkten in Frankenberg so nicht bekommt“.

Wie berichtet, hatte eine Tegut-Sprecherin zwei Argumente für die zum 1. November geplante Schließung genannt: Der Vermieter sei nicht bereit, das Gebäude zu sanieren, und Tegut erlebe einen verschärften Wettbewerb in Frankenberg - unter anderem durch das Frankenberger Tor.

„Discounter haben wir schon genug in Frankenberg“, sagte der Frankenberger Heinz Naumann, einer der Initiatoren der Unterschriften-Aktion, der HNA. „Das besondere Warenangebot mit Obst und Gemüse, Bioprodukten und diversen Spezialitäten ist die Stärke von Tegut, und wir empfehlen der Geschäftsleitung, diese Stärke auszubauen. Wir können uns nicht vorstellen, dass das in Frankenberg nicht läuft.“

Von Jörg Paulus 

Wie der Protest gegen die Tegut-Schließung nun weitergehen soll, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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