Frankenberg

Plan: 1,25 Pfarrstellen streichen

- Im Kirchenkreis Frankenberg sollen bis zum Jahr 2017 insgesamt 1,25 Pfarrstellen gestrichen werden. Weitere Themen der heutigen Kreissynode in Dodenhausen sind die geplanten personelle Veränderungen in den Bereichen Kirchenmusik und Jugendarbeit.

Frankenberg. Auch die Kirche befindet sich in einem Veränderungsprozess. Und der hat seine Ursache laut Präses Hans-Jakob Lichtenfeld weniger in der Zahl der Austritte aus der evangelischen Kirche, als vielmehr in der demographischen Entwicklung. „Es sterben einfach mehr Menschen als geboren werden“, sagte der Vorsitzende der Synode des evangelischen Kirchenkreises Frankenberg im Vorfeld der heutigen Sitzung in Dodenhausen. Die Folge aus der sinkenden Kirchensteuereinnahmen: Die Landeskirche muss sparen. Die Landessynode hat deshalb beschlossen, die Zahl der Pfarrstellen bis zum Jahr 2017 um acht Prozent oder 97 Stellen zu reduzieren. Der Kirchenkreis steht vor der Aufgabe, 1,25 Pfarrstellen einzusparen. „Andere Kirchenkreise trifft es noch viel härter“, sagte Lichtenfeld und verwies auf Kreise in Osthessen. Wie diese Spar-Vorgaben zu erreichen ist, haben der Vorstand des Kirchenkreises, die betroffenen Kirchengemeinden und die Synodalen der Kreisversammlung im vergangenen Jahr diskutiert. Ein Vorschlag wurde inzwischen dem Landeskirchenamt in Kassel vorgelgt. Und der sieht laut Dekanin Ute Zöllner folgendes Modell vor: Der Kreisvorstand schlägt vor, die halbe Pfarrstelle in Dodenhausen aufzuheben und die Gemeinde zukünftig pfarramtlich durch Haina versorgen zu lassen. Die volle Pfarrstelle in Louisendorf könnte auf eine halbe Stelle reduziert werden, die Pfarrstelle im Kirchspiel Viermünden soll auf den Umfang einer dreiviertel Stelle reduziert werden. Beim Frühjahrstreffen der Landessynode sollen die neuen Pfarrstellenpläne vorgestellt werden. Grundlage für die Wahl dieser drei Pfarrstellen seien die so genannten Pfarrstellenbemessungszahlen gewesen, in denen die Gemeindegrößen, die besondere Schwerpunkte und die spezifischen Anforderungen in ein Verhältnis zum Umfang des Dienstauftrages eines Pfarramtes gesetzt werden. Zu welchen Zeitpunkt die Pfarrstellen reduziert werden, ist laut Dekanin und Präses noch offen. Geplant sei, dass die Stellenreduzierungen einhergehen mit den regulären Fluktuationen: etwa durch Pensionierung. „Auch mit dem dann geringeren Personaleinsatz ist eine gemeindliche Arbeit vor Ort zuverlässig gegeben“, erklärten Dekanin Zöllner und Präses Lichtendfeld. (rou)

Mehr lesen Sie in der Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Donnerstag, 12. November, 2009.

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