Frankenberg

Plan: Stall-Anlage für 9000 Legehennen

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- Frankenberg-Schreufa (jos). Hendrik Sommer will in der Schreufaer Feldgemarkung einen landwirtschaftlichen Vorzeigebetrieb gründen. Der Agraringenieur hat für sein Vorhaben drei Standorte ins Auge gefasst.

Der Betrieb soll nach Sommers Plänen vorbildlich sein in Sachen artgerechte Tierhaltung und regionale Wertschöpfung. Der Schreufaer Ortsbeirat lehnt das Projekt zwar ab, sein Votum hat allerdings keinen Einfluss auf das Genehmigungsverfahren. Die drei von Sommer favorisierten Standorte für die Stall-Anlage befinden sich oberhalb des Bodenwegs in einem Abstand von jeweils mindestens 300 Metern Luftlinie zum Neubaugebiet „Am Thoracker“. Die Bauvoranfrage des Agraringenieurs zur Errichtung einer Legehennenanlage war am Dienstagabend Thema in der Sitzung des neu konstituierten Ortsbeirates, an der auch einige besorgte Bürger teilnahmen.

Favorisiert hatte Sommer bis dato ein Gelände, das direkt am Bodenweg liegt – doch dagegen spricht aus Sicht des Ortsbeirats und der Anwohner die schmale Schmandgasse, durch die der Verkehr zu dem landwirtschaftlichen Großbetrieb geleitet werden müsste, und die Nähe zum Neubaugebiet „Am Thoracker“. „Für diese Bedenken habe ich Verständnis“, räumte Sommer gestern im Gespräch mit der WLZ-FZ ein. Deswegen habe für ihn nun ein anderes Areal die höchste Priorität: Es befindet sich etwa 150 Meter oberhalb des Bodenwegs, liegt allerdings am Hang und an einem Schotterweg, was höhere Baukosten mit sich bringt. „Das würde ich in Kauf nehmen“, erklärte der Agraringenieur.

Mit den verschiedenen Eigentümern des rund fünf Hektar großen Areals steht Sommer in Verhandlungen. Er hofft, dass das Kreisbauamt ihm für die Bauvoranfrage schon bald „grünes Licht“ gibt, sodass er im nächsten Schritt einen tatsächlichen Bauantrag stellen und schon im Herbst, nach der Ernte, mit dem Bau beginnen kann. Bevor er den Bauantrag stellt, plant der Agraringenieur allerdings eine Bürgerversammlung. Denn es sei ihm wichtig, die Bevölkerung in das Projekt einzubinden und nicht gegen den Willen der Schreufaer zu handeln.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Donnerstag, 5. Mai

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