Frankenberg: Betriebshof der Stadt transportiert Stämme und Astwerk ab

Platanen fallen in Minuten

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Frankenberg - Die Diskussionen dauerten Monate, die Fällung nur Minuten: Am Freitagmorgen um acht Uhr setzten die Mitarbeiter des Betriebshofes die Säge an. Die drei erkrankten Platanen sind damit Geschichte.

Die geplante Fällung drei Bäume - zwei am Untermarkt, einer vor dem Steinhaus - hatte für Zündstoff gesorgt. Während die Stadt und eine Arbeitsgruppe mit der Erkrankung der Bäume argumentieren, waren andere davon überzeugt, dass die Fällung unnötig ist. Auch vor Ort wurde der Leiter des Betriebshofes, Martin Hecker, von Passanten angesprochen. Er erläuterte erneut, dass es nicht um die Standfestigkeit der Stämme ging, sondern um den Befall mit Pilzen. Es sei nur noch eine Frage der Zeit gewesen, bis die Kronen abgestorben wären. Trockene Zweige und großflächig abblätternde Rinde seien schon jetzt deutlich sichtbare Hinweise auf die Erkrankung der Bäume, sagte Hecker.

Die Mitarbeiter des Betriebshofes leisteten schnelle Arbeit: In nur fünf Minuten waren beide Platanen am Untermarkt gefällt, der einzelne Baum an der Ecke Obermarkt/Pferdemarkt/Linnertorstraße war noch schneller abgesägt. Sofort wurden die Stämme zersägt und Holz und Astwerk auf einem Lastwagen abtransportiert.

Die Reaktion der Passanten war denkbar unterschiedlich: Während Heinz Riehl vor Ort die Rechtfertigung der Fällung an sich in Frage stellte, betonte ein anderer, dass die Fällung der drei Bäume politisch gewollt sei. Ein anderer fuhr mit dem Auto vorbei und rief hinaus, dass es "langsam Zeit" wurde, dass die drei Bäume gefällt werden.

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