Plüschtiere in Korbach übergeben

„Trösterbärchen“ helfen bei Notfällen - Nicht nur Kinder profitieren von ihnen

Übergabe der Trösterbärchen: Stefanie Büscher (links) und Martin Dörflinger (4. von rechts) von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg verteilten die Plüschbären an Mitarbeiter der heimischen Rettungsdienste. Auch Dr. Rudolf Alexi (rechts), Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis, freute sich über die Spende.
+
Übergabe der Trösterbärchen: Stefanie Büscher (links) und Martin Dörflinger (4. von rechts) von der Sparkasse Waldeck-Frankenberg verteilten die Plüschbären an Mitarbeiter der heimischen Rettungsdienste. Auch Dr. Rudolf Alexi (rechts), Ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Landkreis, freute sich über die Spende.

Gerade bei Unfällen wo Kinder beteiligt sind wirken sie wahre Wunder: Die Trösterbärchen. Nun trat eine neue Generation Bärchen ihren Dienst in Korbach an.

Korbach - Rund 30.000 Einsätze kommen pro Jahr für die Mitarbeiter der Rettungsdienste im Landkreis Waldeck-Frankenberg zusammen. Neben den medizinischen Geräten sind dabei auch kleine Trostspender aus Plüsch an Bord der Rettungswagen.

Dafür sorgt in regelmäßigen Abständen die Sparkasse Waldeck-Frankenberg: Das Geldinstitut hat am Donnerstag im Korbacher Kreishaus wieder 1000 Stück der sogenannten Trösterbärchen an die Rettungskräfte des Deutschen Roten Kreuzes Bad Wildungen, Frankenberg sowie Korbach/Bad Arolsen, der Johanniter Unfall-Hilfe und des Promedica Rettungsdienstes übergeben.

Die kleinen braunen Plüschtiere sollen Kindern ein Gefühl von Geborgenheit in der sterilen Atmosphäre des Rettungswagens geben. „Als beruhigende Geste lenken die Bärchen kleine Patienten von den Schmerzen ab. Trost spenden sie auch dann, wenn nicht die Kinder selbst verletzt sind, sondern wenn ihre Angehörigen durch den Rettungsdienst versorgt werden müssen“, berichtet Dr. Rudolf Alexi. Er ist der Ärztliche Leiter des Rettungsdienstes beim Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Der Notarzt erinnerte in diesem Zusammenhang an die Amokfahrt beim Rosenmontagszug in Volkmarsen und berichtete, dass er vor Ort einem dreijährigen Kind geholfen habe, nachdem dieses von dem Auto erfasst worden war. „Damals hätte ich gerne ein Trösterbärchen dabei gehabt. Weil es sich jedoch um eine Großlage handelte und nicht alle Rettungsfahrzeuge, die teilweise auch aus anderen Landkreisen kamen, mit solchen Trostspendern ausgestattet waren, musste ich leider darauf verzichten.“

Dr. Alexi betonte, dass die Trösterbärchen sehr wichtig seien, um Kindern Ängste zu nehmen und sie zu beruhigen.

„Wir hatten schon den Fall, dass ein Kind ohne Unterbrechung geschrien hat. Als es dann das Trösterbärchen bekam, war es für einen Moment abgelenkt und konnte die schlimme Situation etwas ausblenden“, berichtete auch Kai Schulz von Promedica.

Generell trügen die Plüschbären immer dazu bei, dass Kinder in Grenzsituationen beruhigt werden. Doch nicht nur den Kleinsten werde geholfen. Holger Pflücker vom DRK-Kreisverband Bad Wildungen berichtete, dass die Trösterbärchen auch bei der Betreuung von Senioren eingesetzt würden. „Sie sorgen mitunter dafür, dass demente Personen von ihrem Schmerz abgelenkt werden“, fügt Dr. Alexi hinzu. (Philipp Daum)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion