Leistungshüten in Bockendorf: Elmshäuser aus Eifa für Landesentscheid qualifiziert

Pokale für die besten Schäfer

Vier haben ihr Ziel erreicht: (von links) Carmen Wiedemann, Heinrich Elmshäuser, Fritz Maurer und Harald Bangert haben den Landesentscheid im Leistungshüten erreicht. Sie erhielten am Sonntag in Bockendorf die meisten Punkte. Foto: Ochs

Bockendorf. Sie haben es geschafft: Die Schäfer Carmen Wiedemann (Herbornselbach, 79 Punkte), Heinrich Elmshäuser (Eifa, 85), Fritz Maurer (Steinbrücken, 80) und Harald Bangert (Meineringhausen, 70) haben sich am Sonntag beim Nordhessischen Bezirksausscheidungshütens in Haina-Bockendorf für den Landesentscheid in Hungen (Landkreis Gießen) qualifiziert.

Richter und Organisator Reinhard Fett gratulierte nach dem achtstündigen Wettbewerb. Es gebe aber immer noch Verbesserungspotenzial“, sagte er.

Fett und sein Kollege Ralf Bauer aus Marsberg-Udersbach hatten acht Schäferinnen und Schäfer mit ihren ausgebildeten Hunden zu bewerten – alles war durch die hessische Hüteordnung des hessischen Schafzuchtverbandes vorgegeben.

Start mit dem Auspferchen

Dabei startete der jeweilige Prüfling mit dem Auspferchen der Merinoschafe der Herde von Andrea Fett. Dem folgte das weite Gehüt, in dem die Schafe auf größerer Fläche in Ruhe fressen sollten. Der Haupthund des Schäfers sollte dabei ruhig in der Furche pendeln, um die Schafe auf der vorgesehenen Fläche zu halten. Das enge Gehüt mit dem Stellen der Schafe (Einwirkung des Haupthundes zur Änderung der Fressrichtung der Tiere) folgte, bevor die Überquerung einer Brücke an der Reihe war, was eine besondere Herausforderung für die Hunde eines Schäfers ist.

Die Simulation des Straßen- oder landwirtschaftlichen Verkehrs stellte eine weitere Prüfung dar. Dabei sollten Haupt- und Beihund den „Griff“ der Schafe sicher beherrschen, ohne das Tier zu verletzen. Den Schlusspunkt setzte das Einpferchen der Tiere.

Knappe 50 Minuten dauerte das Absolvieren des Parcours bei jedem Schäfer, sodass der Prüfungstag mit acht Konkurrenten um Sieg und Platzierung voll ausgefüllt war.

Viele interessierte Zuschauer aus der Bunstruth und der Nachbarschaft beobachteten die Prüfungen aus übersichtlicher Entfernung. Sie waren nicht selten erstaunt, welch Leistung insbesondere die gut ausgebildeten Hunde erbrachten.

Schon als Welpen ausgebildet

In der Mehrzahl handelte es sich am Sonntag um altdeutsche Hütehunde. Egal ob Gelbbacken, Tiger, Stümper oder Strobel – sie alle zeigten sich von ihrer besten Seite. Schon im Welpenalter beginne die Ausbildung der Hütehunde durch den Schäfer, erzählte Schäfer Manfred Jauernig aus Lollar. „Gehorsam sowie die Grundkommandos müssen dabei täglich geübt werden“, erklärte er weiter. Es sei sehr zeit- und arbeitsintensiv, die Hütehunde auszubilden, aber es mache auch viel Spaß.

Für die Verpflegung der Prüflinge und Gäste hatte die Feuerwehr Bockendorf gesorgt. (zoh)

Quelle: HNA

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