Das ist nach den Ferien wichtig

Polizei gibt Tipps, damit Kinder sicher zur Schule kommen

Schulanfang: Verkehrswachtvorsitzender Ferdinand Hagenbach und sein Stellvertreter Friedhelm Piston (von links) haben 14 Spannbänder im Altkreis Frankenberg aufgehängt. Die Ortsverkehrswacht Frankenberg fordert alle Fahrzeuglenker zur Rücksichtnahme gegenüber Kindern auf dem Schulweg auf. Foto: Clausen

Waldeck-Frankenberg. Grundschüler – vor allem Schulanfänger – sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, heißt es in einem Informationsblatt der Polizei Nordhessen. Sie gibt daher Tipps für Eltern, um den Schulweg von Kindern sicherer zu machen:

1. Eltern als Vorbild 

Durch vorbildliches Verhalten von Bezugspersonen lernen Kinder mehr als durch ständige Hinweise und Ermahnungen. Daher sollten auch Eltern beziehungsweise Erwachsene auch als Fußgänger die Verkehrsregeln beachten.

2. Den Schulweg planen 

Bei der Schulwegplanung gilt: der kürzeste ist nicht immer der sicherste Weg. In die Planung miteinbezogen werden sollten folgende Punkte:

• Schwierigkeiten: Enge Gehwege, unübersichtliche Kreuzungen und Einmündungen, Grundstücksein- und ausfahrten und Stellen mit Sichtbehinderungen.

•  Erleichterungen: Hilfen für Fußgänger sollten in der Schulwegplanung mit aufgenommen werden; zum Beispiel Ampel-geregelte Fußgängerüberwege, Zebrastreifen, Fahrbahnteiler (Inseln) sowie Unter- beziehungsweise Überführungen.

3. Auffällige Kleidung 

Helle, leuchtende Farben mit Reflektoren an Kleidung und Ranzen sorgen dafür, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen und somit rechtzeitiger gesehen werden.

4. Den Schulweg üben 

Der Schulweg sollte mit dem Kind rechtzeitig abgegangen werden. Am Besten ist es, zu der Zeit zu üben, zu der das Kind zur Schule geht, damit die gleichen Bedingungen herrschen. Der Unterschied zwischen „Geh“–weg und „Fahr“–bahn sollte dabei verdeutlicht werden.

5. Kind zur Schule begleiten 

In den ersten Schultagen sollten Kinder auf dem Schulweg begleitet werden. Dabei gilt es rechtzeitig loszugehen und immer denselben Weg zu nehmen. Außerdem sollten keine Besorgungen oder andere Umwege gemacht werden.

6. Alleingang beobachten 

Auch wenn das Kind den Schulweg nach dem Gefühl der Eltern alleine bewältigen kann, sollte sein Verhalten beobachtet werden. Wenn das Kind sich richtig verhält, sollte es gelobt werden. Kommt es an eine schwierige Stelle, muss nachgeholfen werden.

7. Nach der Schule 

Wenn möglich, das Kind nach dem Unterricht von der Schule abholen. Hier gilt das Gleiche, wie auf dem Weg zur Schule. Auch der Rückweg muss geplant werden, muss sicher und immer der selbe sein. Wenn das Kind alleine geht, sollte es nach dem Unterricht immer gleich nach Hause kommen.

8. Schulweg mit dem Auto 

Wenn das Kind mit dem Pkw zur Schule gebracht wird, darf es nur in den zugelassenen Kindersitzen befördert werden. Dabei ist es wichtig, das Kind immer zur Gehwegseite aussteigen zu lassen.

9. Mit anderen Eltern zusammenschließen 

Wenn es den Eltern nicht möglich ist, ihr Kind selbst zur Schule zu bringen, sollte eine Person des Vertrauens für diese Aufgabe ausgesucht werden. Zudem ist es möglich, sich mit Eltern zusammenzuschließen, deren Kinder zur selben Schule gehen.

10. Genug Schlaf ist wichtig 

Jedes Kind sollte ausgeschlafen sein. Wenn es nicht hellwach am Straßenverkehr teilnimmt, gefährdet es gegebenenfalls sich selbst und Andere. Und wenn es mal zu spät wird - nicht hetzen. Eine Entschuldigung zu schreiben ist weniger schlimm als einen Unfall zu riskieren. (mli)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare