Kampagne "Verkehrssicher in Hessen" gestartet

Polizei stoppt Raser am Edersee und kündigt weitere Kontrollen an

Edersee. Im Zuge der Kampagne "Verkehrssicher in Hessen" hat die Polizei auch am Edersee Fahrzeuge kontrolliert. 

Fazit der Beamten: Die Beanstandungsquote war mit 12,2 Prozent hoch, andererseits war kein besonders schwerer Verstoß dabei.

Für die Kampagne finden hessenweit vermehrt Verkehrskontrollen an Unfallschwerpunkten, an Strecken, die für hohe Geschwindigkeiten bekannt sind, und vor Schulen und Kindergärten statt. Daran beteiligen sich auch alle Polizeistationen und der Regionale Verkehrsdienst in Waldeck-Frankenberg, teilte Polizeisprecher Volker König mit. 

Eine der ersten Kontrollen in dieser Kampagne hat der Regionale Verkehrsdienst am Mittwochnachmittag an der Ederseerandstraße im Bereich der Taucherbucht durchgeführt. Mit der Radarpistole wurde Geschwindigkeitssünder erfasst und unmittelbar angehalten. 

Bilanz der Polizei: Während der dreistündigen Kontrollzeit herrschte mäßiger Verkehr. 131 Fahrzeuge passierten die Kontrollstelle in Richtung Waldeck-West. 16 davon waren zu schnell. Andre König vom Verkehrsdienst zeigte sich über das Ergebnis zufrieden. "Die Beanstandungsquote ist mit 12,2 Prozent hoch, andererseits war kein besonders schwerer Verstoß dabei. 15 Verkehrsteilnehmer (1 Motorrad und 14 PKW) mussten an Ort und Stelle ein Verwarnungsgeld entrichten. Ein Motorradfahrer aus Baden-Württemberg muss mit einer Bußgeldanzeige rechnen. Er war mit 73 statt der erlaubten 50 km/h unterwegs. Er muss mit einem Bußgeld von 70 Euro und einem Punkt in der Flensburger Kartei rechnen".

Hintergrund

Im Jahr 2017 ereigneten sich laut Polizei in Hessen rund 150.000 Verkehrsunfälle (3963 in Waldeck-Frankenberg). Eine der Hauptunfallursachen ist "nicht angepasste Geschwindigkeit". 9880 Verkehrsunfälle wurden in Hessen auf diese Unfallursache zurückgeführt. Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren es 271. 

Gibt es auch Unfallursachen die zu mehr Verkehrsunfällen führen, wie mangelnder Abstand oder Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren, sind die schwerwiegenden Folgen bei Verkehrsunfällen mit nicht angepasster Geschwindigkeit ungleich höher. Bei den 271 Verkehrsunfällen mit dieser Unfallursache sind im Landkreis Waldeck-Frankenberg 131 Personen verletzt worden, drei getötet, berichtet die Polizei.

Ziel polizeilicher Arbeit ist, die Unfallzahlen zu senken und die schwerwiegenden Folgen zu verringern. Verkehrskontrollen sind dabei ein probates Mittel, heißt es in der Pressemitteilung. Die Polizei im Landkreis kündigte deshalb an, in den nächsten Wochen vermehrt auch in der Nähe von Schulen und Kindergärten präsent zu sein. (nh/jpa)

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Lutz B enseler

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