Tod bei Polizeieinsatz: LKA ermittelt gegen Beamte wegen fahrlässiger Tötung

Biedenkopf. Nach dem Tod eines 37-Jährigen bei einem Polizeieinsatz in Biedenkopf ermitteln die Staatsanwaltschaft Marburg und das Landeskriminalamt gegen die Polizeibeamten, die an dem Einsatz beteiligt waren, wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung.

Der Verstorbene wohnte in einem Mehrfamilienhaus in Biedenkopf. Nachdem er in der Nacht zu Mittwoch die Tür eines Nachbarn eingeschlagen hatte, wurde die Polizei verständigt.

Der Mann, der als psychisch auffällig und sehr aggressiv galt, setzte sich gegen die beabsichtigte Verbringung in ein Krankenhaus massiv zur Wehr. Deshalb wurden ihm Handfesseln angelegt und er wurde zu Boden gebracht. Als er sich auch dann noch nicht beruhigte, wurden Rettungskräfte und Notarzt angefordert.

Als die Sanitäter ihm ein Beruhigungsmittel geben wollten, ließ sein Widerstand plötzlich nach und es kam zum Atemstillstand. Sofort eingeleitete Reanimationsmaßnahmen waren erfolglos.

Zur Klärung der Todesursache wurden weitere feingewebliche und toxikologische Untersuchungen angeordnet. Die Ergebnisse werden frühestens am 22. April vorliegen, so die Staatsanwaltschaft.

Die Ermittlungen, auch zu der Person des Verstorbenen und einer möglicherweise bei ihm bestehenden Erkrankung dauern noch an. (nh/jpa)

Quelle: HNA

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