Bernhard Bolz spricht über den Maler Hickmann

Portraits aus der Paulskirche

Bernhard

Frankenberg. Im vergangenen Jahr übergab Dipl. Ing. Bernhard Bolz, aktives Mitglied des Frankenberger Geschichtsvereins, dem Burgmuseum in Schlitz ein Werksverzeichnis des dort 1820 geborenen Portraitmalers und Lithografen Friedrich Hickmann. Mehrere Jahre hatte Bolz dem Werk des Künstlers, der ein Vetter seiner Urgroßmutter war, über Ländergrenzen hinweg nachgespürt, Originale, Reproduktionen und Dokumente gesammelt. Am Freitag, 16. April, hält er um 17 Uhr im Kreis-Heimatmuseum einen öffentlichen Lichtbildervortrag im Geschichtsverein über den „Maler Friedrich Hickmann und seine Zeit“.

Als Nachfahre eines Künstlers, von dem es bisher in dessen Heimatort Schlitz nur wenige Zeugnisse gab, hat Bernhard Bolz ein besonderes Verhältnis zu Friedrich Hickmann. Er war der Einzige in seiner Familie, der früh begonnen hat, Werke und Nachrichten über Hickmann zu sammeln. Im Frankenberger Ederdorf erinnert ein wohl erhaltenes „Damenzimmer“ seiner Großeltern mit Ölbildern, die Hickmann von seiner „Base“ Bertha Schmidt und ihrem Mann angefertigt hat, an den Maler des 19. Jahrhunderts.

Im vergangenen Jahr half Bärbel Döhring dem Frankenberger Kunstfreund Bolz, Bilder und Texte für eine Standgalerie mit 60 Tafeln, in denen die Besucher des Schlitzer Museums nun blättern können, präsentationsgerecht vorzubereiten (HNA berichtete). Mit diesem Ausstellungsstück zog am selben Tag auch Hickmanns wohl berühmtestes Werk, das Aquarell „Schlitzer Impfstube“, aus Privathand in das dortige Schlossmuseum ein. Es ist somit nun erstmals öffentlich zugänglich.

Ausbildung in Offenbach

Besonders zeitgeschichtlich interessant ist Friedrich Hickmann (1820-1900), wie Bernhard Bolz in seinem Vortrag zeigen wird, weil er die ehrenhafte Aufgabe hatte, 39 von 126 Bildern berühmter Paulskirchen-Abgeordneten für das Buch „Die Männer des Deutschen Volkes“ zu liefern. Hickmann bekam seine Ausbildung an der Lithographischen Anstalt Apell in Offenbach, bevor die Akademie in München besuchte und Schüler des Staedelschen Institutes in Frankfurt war.

Vortrag in der Kapelle

Der Frankenberger Geschichtsverein wird in der Veranstaltung über den kulturellen Brückenschlag von Frankenberg zum Schlossmuseum Schlitz im April 2009 berichten, bevor Dipl. Ing. Bernhard Bolz Bilder und Lebenswerk des Künstlers Hickmann präsentieren wird. Der Vortrag findet um 17 Uhr in der Mauritiuskapelle des Kreis-Heimatmuseums statt, der Eintritt ist kostenlos. (zve)

Quelle: HNA

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