Frankenberger wegen Diebstahls vor dem Amtsgericht

Post geöffnet, Geld und Gutscheine gestohlen

Frankenberg - "Mir fehlte Geld" - die Begründung des Angeklagten, warum er Briefe geöffnet und daraus Geld und Gutscheine gestohlen hatte, war kurz und prägnant. Gestern stand der 53-jährige Frankenberger wegen Diebstahls und Verletzung des Postgeheimnisses vor dem Amtsgericht.

Im Jahr 2013 hatte der damalige Kurierfahrer eines Subunternehmers im Auftrag der Deutschen Post Briefkästen geleert. Seine Aufgabe war es, die Post zur Hauptstelle in Frankenberg zu bringen - dies tat er auch, allerdings nicht ohne vorher die Briefe auszusortieren, in denen er Geldscheine oder Gutscheine vermutete.

Insgesamt 32 Fälle waren angeklagt, verhandelt wurde jedoch nur der letzte - denn nur der war ihm zweifelsfrei nachgewiesen worden. Der ehemalige Kurierfahrer gab vor Gericht zu, dass er die sichergestellten 47 Umschläge nach Geld untersuchen wollte. „Aber das Gros wäre zurückgegangen“, schränkte der Mann ein.

Für den Diebstahl der Briefe verurteilte ihn Richterin Andrea Hülshorst mit einer Verwarnung. Der Frankenberger muss 1800 Euro, verteilt auf 120 Tagessätze, zahlen und zudem 1500 Euro in Raten an die Frankenberger Tafel überweisen.

Der Angeklagte hatte erst nach kurzem Zögern auf die Herausgabe der bei ihm sichergestellten Gutscheine und ausländischen Banknoten verzichtet. Dabei handelte es sich um Gutscheine aus einem Modehaus, einer Buchhandlung und verschiedenen Blumengeschäften sowie amerikanische und kanadische Dollars, Schweizer Franken und Geldscheine anderer Währungen im Wert von rund 1500 Euro - somit die Summe, die er nun an die Frankenberger Tafel zahlen muss. (apa)

Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung am Freitag, 10. April.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare