Geschenke der Frankenberger Kaufleute

Praktikum vom Wunschbaum

Frankenberg - Computerspiele, Gutscheine, Puppen: Die Frankenberger Kaufleute erfüllten bei der Aktion "Weihnachtswunschbaum" wieder viele Wünsche von Kindern bis 16 Jahre. Doch es gab auch einige besondere Anliegen, die wahr wurden.

Weihnachten ist das Fest der Liebe und das Fest der Wünsche. Nicht immer gehen sie alle in Erfüllung. Seit inzwischen vier Jahren hilft der Kaufmännische Verein Frankenberg, die Quote ein wenig zu verbessern: Der Wunschbaum am Illerplatz dient als großer Wünsche-Briefkasten. 50 wollen die Kaufleute Jahr für Jahr erfüllen. Immer werden es mehr: Am Samstagnachmittag überreichten Mitglieder des Vereins rund um den Vorsitzenden André Kreis 73 Geschenke an 78 Kinder und eine Schulklasse.

Die Aktion werde immer beliebter, sagte Marktmeister Johann Wagner, der die Geschenkübergabe moderierte: 800 Zettel waren eingegangen, so viele wie nie. 60 erwiesen sich als unbrauchbar, es fehlte die Adresse. Weitere 90 Kinder wollten tricksen und hatten mehrere Zettel eingeworfen. Schließlich waren 50 Wünsche auch für die Kaufleute nicht zu bezahlen: Laptops, Rechner, Reisen sollen bei der gut gemeinten Aktion nicht verteilt werden. Doch auch viele kleine Wünsche, viele kreative Ideen fanden sich: „Ich bin schon über eine kleine Überraschung zufrieden“, hatte eine Achtjährige aufgeschrieben. Sie bekam eine „Eiskönigin Anna“. Gleich zweimal wurden Zugfahrten nach Marburg mit der Mama oder der Oma gewünscht. Eine Dreizehnjährige bekam einen Gutschein für neue Tapeten in ihrem Jugendzimmer. Die Schwestern Elisabeth und Emily Bretter nehmen ihre sportliche Karriere ernst und erhielten ein hölzernes Voltigierpferd.

Erstmals wurde auch eine ganze Klasse bedacht: Die Fünftklässler der Friedrich-Trost-Schule hatten sich einen Stand-Boxsack gewünscht, der gut sichtbar im Zelt an der Walkemühle stand, wo die Geschenkübergabe erstmals stattfand. Und ein junger Mann äußerte den wohl außergewöhnlichsten Wunsch seit Einführung der Aktion: Philip Dubbert aus Frankenberg hatte „einen FOS-Praktikumsplatz bei FingerHaus in 2014“ auf seinen Zettel geschrieben. Dass Personalleiterin Andrea Richter der gesamten Geschenkübergabe beiwohnte, war insofern ein gutes Zeichen. „Philip hat bereits ein dreiwöchiges Praktikum bei uns absolviert“, erklärte Richter, warum das Unternehmen dem Schüler gerne einen einjährigen Praktikumsplatz anbietet.

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