"Momo - (k)ein Kinderstück"

Premiere für die Theater-AG der Edertalschule in Thonet-Fabrikhalle

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Zeit ist kostbar: Graue Damen, die in das Leben der Menschen eingreifen, bedrängen Momo und die Puppe Bibi auf der Bühne.

Frankenberg. Über die Bühne schleichen die Grauen Herren, ein Lichtkegel ruht auf der geduldigen Momo: letzte Proben auf der Bühne in der ehemaligen Werkshalle der Firma Thonet.

Am Mittwoch, 6. Mai, ab 20 Uhr steigt die Premiere von „Momo - (k)ein Kinderstück" nach Michael Ende an diesem neuen Spielort.

Die Theater-AG der Frankenberger Edertalschule hat ihn zu einem perfekten Raum mit Zuschauertribüne, einer Spielbühne mit drei Ebenen und Ellipse zum Publikum umgebaut. Etwa 300 Besucher fasst der Saal.

Bis zum Spielbeginn kreischte im Malersaal die Säge, wurden Scheinwerfer geschleppt und Kulissen gebaut. Neben den 30 Darstellern aus den Klassen 11 bis 13 probten am Wochenende 13 Techniker und Beleuchter in roten Overalls erstmals durchgängig den Ablauf des 90 Minuten langen Stücks, das sie sich seit Wochen von der Entwicklung der Szenen bis hin zum Theaterplakat gemeinsam erarbeitet hatten.

Gespannte Aufmerksamkeit auf dem Regiestuhl auch bei Thorsten Jech, der in der Nachfolge von Paul Möllers bei „Momo“ erstmals die Leitung des Theaterprojektes hat. „Wir haben den alten Thonet-Werkshallen mitten im Industriegelände auch im Inneren ihren besonderen Charme gelassen“, sagt Jech und zeigt auf Rohre an der Decke und alte Lampen mit Neonröhren.

Es gebe zudem viel mehr Platz als am früheren, ebenfalls sehr geliebten Spielort Dampfmaschinenmuseum in Schreufa, eine klare Trennung zwischen Backstage und Zuschauerraum, eine von den Schülern selbst gebaute Theaterkasse am Eingang. „Wir bekommen von der Firma Thonet alle Unterstützung und sind dafür sehr dankbar“, erklärt Spielleiter Jech.

Der Vorverkauf für das Theaterstück von Michael Ende läuft gut, nur noch wenige Restkarten gibt es zur Premiere. Auch wer das bekannte Kinderbuch von Momo und den graublassen Zeitdieben kennt, wird viel Neues entdecken. Die jungen Theaterleute durften mit viel „Spielräumen“ auch Figuren völlig neu entwerfen, gaben der Hauptfigur Momo neue Facetten und werteten die Rollen der Kinder, die Widerstand gegen die Grauen Damen und Herren leisten, durch demonstrative Stärke auf.

„Uns lag daran, auf die Bühne mehr Spiel und weniger Text zu bringen“, verriet AG-Leiter Thorsten Jech. „Es gibt neben Pantomime auch Musik und auch richtig große Showszenen. Wir freuen uns auf die Reaktionen des Publikums.“ (zve)

Details zum Kartenverkauf gibt es in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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