Damals auf dem Lande

Den Profis über die Schulter gefilmt

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Allendorf-Rennertehausen - Der zweite Teil des hr-Films "Damals auf dem Lande" gab an Weihnachten einen Einblick in das Leben im Oberen Edertal. Einen Einblick in die Entwicklung des Films wiederum gibt Lothar Markwitz: Er hat die Dreharbeiten filmend begleitet.

Schon bei den Dreharbeiten zum ersten Teil von „Damals auf dem Lande“ durfte Lothar Markwitz mit seiner kleinen Kamera festhalten, wie die Profis vom Hessischen Rundfunk mit ihren großen Kameras die Filmszenen drehten. Bei den Dreharbeiten zum zweiten Teil war er wieder dabei und filmte nicht nur die Filmszenen, sondern auch Gespräche, Regieanweisungen, Details.

Sein neuer „Film vom Filmen“ ist einige Wochen nach der Ausstrahlung von „Damals auf dem Lande“ am ersten Weihnachtsfeiertag ebenfalls fertig. In wochenlanger Arbeit bearbeitete und schnitt er die Szenen in seinem Hobbystudio. Der Film im HD-Format ist nun sendereif. Markwitz hat so viel Material, dass er einen Zweiteiler gefertigt hat unter dem Titel „Landleben 2 - Erinnerungen werden neu belebt“. Die zwei Teile sind, verteilt auf zwei Sonntage, im evangelischen Gemeindehaus zu sehen. Der erste Teil feiert am 20. Januar Premiere. Der zweite Teil läuft eine Woche später. Beide laufen jeweils um 16 Uhr und um 18 Uhr. Neben den Rennertehäusern sind auch andere interessierten Gäste eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Die Kamera von Lothar Markwitz lief teilweise auch schon bei den Vorbereitungen zu Szenen, wenn das Filmteam selbst noch nicht anwesend war. Sie lief auch weiter, wenn Regisseurin Birgit Sommer mit Klatschen und „das ist Perfekt“ eine Szene beendete. So sind bei Markwitz mehr als neun Stunden Filmmaterial zusammengekommen: Szenen wie jene aus der neuen Viessmann-Arbeitswelt sind im Markwitz-Film ausführlich zu sehen - sechs Minuten lang. Im hr-Film wurde das Thema als „Wischer“ nur 25 Sekunden beleuchtet. „Es war uns wichtig, Szenen und Drehorte, wie zum Beispiel das Heimatmuseum in Birkenbringhausen mit seinem 50er-Jahre-Wohnzimmer oder das Gasthaus Kiefer in Haine ausführlich zu zeigen“, sagt Markwitz. Auch alle beteiligten Laiendarsteller aus dem Oberen Edertal sollten zur Geltung kommen.

Ein weiterer Nebeneffekt der langen Version des hr-Films: Die Zuschauer sehen, „wie Fernsehen gemacht wird“, sagt Walter Sellmann der auch wieder als Sprecher des Markwitz-Werks fungiert. „Dieser Film ist ein weiterer Baustein in der schon sehr umfangreichen Dokumentation, die Markwitz seit Jahrzehnten für seinen Heimatort angefertigt hat“, lobt Sellmann die Arbeit des engagierten Hobby-Filmers.

Um seinem eigenen Anspruch gerecht zu werden, ist es für den pensionierten Postbeamten Markwitz ein „Muss“, immer mit der neusten Filmtechnik zu arbeiten: 1971 begann er mit einer Super-8-Kamera - heute arbeitet er mit einer Kamera in HD-Qualität. (wi)

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