Hallenberg

Promi-Fotos im "Kump"

- Hallenberg (r). Das Info-Zentrum „Kump“ ist immer für eine Überraschung gut. Nach Bildern des „fünften Beatles“ Klaus Voormann und den John-Lennon-Fotos von Elmar Welge läuft nun in Hallenberg alles auf, was auf der Bühne oder im Fernsehen Rang und Namen hat. Zumindest auf Fotos. Die Promi-Fotografinnen Christel und Margret Tenbuß zeigen seit 22. Januar eine Auswahl ihrer 80 000 Bilder. Motto: „Achtung Aufnahme!”

Christel und Margret Tenbuß leben inzwischen in München und sind selbst Stars. Sie treten in Talkshows auf, haben in zwei Filmen mitgemacht. Bei Jörg Pilawa gewannen sie 30 000 Euro, bei Stefan Raab waren sie zu Gast und bei RTL wurden sie unter 150 Kandidaten zu den Zwillingen des Jahres 2004 gewählt. Der Hauptpreis führte sie in die USA zum größten Zwillingstreffen der Welt. Und selbst auf dem Empire State Building erkannte man die beiden prominenten Promi-Fotografinnen.

Angefangen hat alles mit Conny Froboess. Die neunjährige „Pack-die-Badehose-ein-Göre“ und die Schauspielerin Maria Andergast entfachten das Fieber für die Welt der großen Stars. Eine Passion, die sie den tristen Alltag vergessen ließ, durch die sie in eine andere, glamouröse Welt eintauchen konnten.

Die beiden Zwillinge leben bescheiden und sparen ihr Geld, um den Stars nachzureisen. „Vor den Bavaria Filmstudios haben wir einmal tagelang gewartet. Am vierten Tag haben uns die Wärter dann reingelassen. Sie hätten noch nie so brave und treue Fans erlebt. Und schließlich durften wir unsere Fotos machen“, erzählt Christel Tenbuß.

Wen haben die beiden nicht alles mit ihrer kleinen Fotobox aufs Bild gebannt: Sir Peter Ustinov, Curd Jürgens, Liv Ullmann, Christiane Hörbiger, Peter Alexander, Klaus-Jürgen Wussow, Prinz Charles, Vivien Leigh – es gibt kaum jemanden, den die beiden nicht freundlich angesprochen hätten. Zu vielen Stars haben die Schwestern heute noch Kontakt. „Einige Künstler haben gesagt: Man spürt, dass Sie mit dem Herzen fotografieren. Und da ist wohl etwas dran. Ich finde, man braucht Fleiß, Ausdauer, Geduld und Liebe zum Objekt“, sagt Christel Tenbuß. Beide hätten nie Süßholz geraspelt. Dass sie Zwillinge seien, habe ihnen aber oft den Einstieg in ein Gespräch erleichtert.

In den Anfangsjahren ihres Hobbys seien sie noch schüchtern ans Werk gegangen. „Aber wir haben die Erfahrung gemacht: Wenn man höflich anfragt, sagt auch niemand Nein.“

Die Schwestern haben viel erlebt. Und eine Unterhaltung mit ihnen artet schnell in ein stundenlanges Gespräch aus. Die Ausstellung läuft bis zum 12. Februar montags bis freitags von 10 bis 12 sowie von 14 bis 16 Uhr sowie sonntags von 14 bis 17 Uhr in Hallenberg.

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