Prozess wegen Kinderpornos: Lehrer geht in Berufung

Frankenberger Land. Der 48-jährige Lehrer aus dem Frankenberger Land, der wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Materials aus dem Internet in zwei Verfahren vom Amtsgericht Frankenberg zu Geldstrafen verurteilt wurde (HNA berichtete), hat gegen beide Urteile Berufung eingelegt. Das teilte das Landgericht Marburg auf HNA-Anfrage mit.

Das Landgericht prüfe jetzt, ob beide Berufungen in einem Verfahren behandelt werden können. Allerdings seien die Akten eines der beiden Verfahren noch nicht beim Landgericht eingetroffen, sagte Pressesprecher Dr. Marcus Wilhelm.

Ob die Berufungsverhandlung noch vor der Sommerpause oder erst danach stattfinde, hänge davon ab, wann diese Akten einträfen und welche sonstigen Verfahren noch anstünden.

Wie berichtet, war der Lehrer im Mai zu 5400 Euro und im November zu 1500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Es ging um die Beschaffung und den Besitz von kinderpornografischen Dateien aus dem Zeitraum von 2004 bis 2006 und um ein Folgeverfahren, auch unter anderem um Anstiftung zu uneidlicher Falschaussage.

Seit 2009 ist der Lehrer vom Dienst freigestellt, erhält aber weiterhin seine Bezüge, bis ein rechtskräftiges Urteil vorliegt. (mab)

Quelle: HNA

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