Public Viewing: Frankenberger Fußballfans im Tränental

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Geschockt: Der italienische Stürmer Mario Balotelli trifft zum zweiten Mal gegen die deutsche Mannschaft im Halbfinale. Enttäuschung und Resignation machten sich breit.

Frankenberg. Das erste Tor - ein Schock. Das zweite - Resignation. Die über 1000 Fans beim Public Viewing am Sportplatz an der Eder in Frankenberg hatten vor dem EM-Spiel große Hoffnungen. Endlich mal die Italiener bei einer Europameisterschaft schlagen.

Revanche nehmen für das WM-Halbfinale 2006. Doch die Hoffnung hielt nur 36 Minuten. Dann fiel das zweite Tor der Italiener.

"Das kann doch nicht wahr sein“, hörte man aus den Reihen der Fans vor der Leinwand. Viele hielten sich die Hände vor die Augen, verschränkten die Arme hinter dem Kopf oder schüttelten einfach nur mit dem Kopf. Einige verschwanden auch schon in der Halbzeit. Zu groß war der Frust und zu klein die Hoffnung, dass die deutsche Mannschaft gegen die defensiven Italiener das Spiel noch drehen könnte.

Die große Aufholjagd blieb aus. Der Anschlusstreffer von Mesut Özil kam zu spät. „Jogi hat falsch aufgestellt. Poldi hätte nicht spielen dürfen. Gomez war vorne ungefährlich.“ So lautete das Fazit vieler Bundestrainer in Frankenberg an diesem Abend.

Etwa 1000 Fans beim Public Viewing in Frankenberg

Die Autohupen blieben an diesem Abend stumm. Kein Korso, keine wehenden Deutschlandfahnen. Dafür jubelnde Italiener.

Von Max Holscher

Quelle: HNA

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