Frankenau

Von der Putzfrau zur Schönheitschirurgin

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- Frankenau (gg). Die Theatergruppe des TSV Frankenau spielte „Hauptsache, schön“ von Georg Ludy. An drei Tagen wurde die stets voll besetzte Kellerwaldhalle zu einer Schönheitsklinik mit fragwürdigen Ärzten und zweifelhaften Behandlungsmethoden.

Im Mittelpunkt des Stückes steht die Schönheitsklinik „Parksee“, die renoviert werden muss. Schönheitschirurg und Pflegepersonal werden in den Urlaub geschickt. Nur die resolute Waltraud (Birgit Ruhwedel), die unter Minderwertigkeitskomplexen leidet, und die verträumte Gundi (Claudia Schmermund), die beiden Putzfrauen, halten die Stellung. Da betreten der esoterisch angehauchte Malermeister Hennes (Eckhard Ruhwedel) und der Malergeselle Harry (Günther Muhr), die für die Renovierungsarbeiten zuständig sind, die Klinik. Waltraud und Hennes sehen sich nach einem unglücklichen Schulabschlussball vor langer Zeit wieder und wollen sich gegenseitig imponieren: Sie täuschen sich deshalb gegenseitig vor Schönheitschirurgen zu sein.

Dann tauchen wider Erwarten auch noch zwei Patienten in der eigentlich geschlossenen Klinik auf: Barbie (Ute Kümmel), die ein Casting zu „Deutschland sucht die Superbarbie“ gewinnen will, und der unglückliche Sportwagenverkäufer Heinz (Herbert Müller), der ein größeres Problem mit seinen Tränensäcken hat. Das Chaos ist perfekt, denn die überkandidelte Barbie hat es faustdick hinter den Ohren. Verschärft wird die Situation noch durch den Aloe-vera-Vertreter Honigtau (Kurt Schelberg), der Glück verkaufen will, sowie die wissbegierige Schwester Tina (Gabi Kohlepp) und den skeptischen Dr. Fleischhauer (Wolfgang Schleicher), der den Klinikchef vertreten soll. Zum Schluss ist dann doch alles ganz anders: Barbie entpuppt sich als Kriminalbeamtin, die den mysteriösen Arzt Dr. Fleischhauer verfolgt. Gundi beichtet Harry, dass sie bis vor Kurzem noch ein Günther war. Und Hennes und Waltraud gestehen sich ihren Schwindel ein und finden endlich zu einander. Gundi formuliert dann auch das Fazit des Abends: „Glück muss auch Falten kriegen dürfen“.

Das Publikum lachte herzlich über das Stück und belohnte die Darsteller des TSV mit reichlich Applaus für den unterhaltsamen Abend.

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