Q-Fieber: Zweite Schafherde in Frankenau infiziert

Angst vor Q-Fieber: In Frankenau haben die Menschen Angst vor einer Ausbreitung. Jetzt ist eine zweite Schafherde infiziert. Hier ein Archivbild von einer Protestaktion vor kurzem. Archivfoto:  sal

Frankenau. In Frankenau ist eine weitere Schafherde mit Q-Fieber befallen. Das bestätigte am Samstag Dr. Hannelore Wendt, die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, auf HNA-Anfrage.

Wie die Ärztin erläuterte, habe das Veterinäramt des Landkreises Proben von einer auf einer Weide lebenden Schafherde genommen. In drei Proben sei das Q-Fieber-Bakterium festgestellt worden. Alle drei betroffenen Schafe hätten erst vor kurzem abgelammt.

„Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand leben diese Tiere schon seit einem Jahr in der Umgebung von Frankenau“, sagte Dr. Hannelore Wendt. Eine Übertragung des Q-Fiebers durch die infizierte Herde, die vor gut einer Woche aus dem Raum Dillenburg/Herborn nach Frankenau gebracht worden war, hält die Ärztin für ausgeschlossen. „Diese Schafe hatten keine Berührung zu anderen Tieren.“ Die Schafherde, bei der jetzt ebenfalls Q-Fieber festgestellt wurde, ist laut Dr. Wendt nur 45 Tiere stark.

Aufgrund der neuesten Q-Fieber-Fälle bei Frankenau erließ der Landkreis eine Sofortverfügung: Alle Herden dürfen nicht näher als 500 Meter an bebaute Flächen herankommen, trächtige Schafe müssen in abgeschlossen Ställen ablammen, die Nachgeburt muss fachgerecht entsorgt werden. Zudem müssen Schafe, die abgelammt haben, mindestens 21 Tage im Stall bleiben.

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Quelle: HNA

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