Besucher- und Ausstellerzahlen sind rückläufig 

Qualität stand beim Kunstmarkt Frankenberg im Vordergrund

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Es waren wieder mehr Maler da: Auch Detlef Ochse aus Frankenberg zeigte seine Werke.  

Frankenberg. Die Zeiten, als sich in den Neunziger-Jahren beim Frankenberger Kunstmarkt an zwei Tagen 4000 Menschen drängten, sind längst Vergangenheit. Trotzdem sind die Organisatoren zufrieden. 

Es kamen rund 1700 Besucher und ließen sich von Malereien und Collagen, Keramiken und Glasperlen, Schmuckstücken und Kunsthandwerk inspirieren. Natürlich durften auch die Dekorationen für die Weihnachtszeit nicht fehlen: liebevoll gestaltete Kränze, schöne Gestecke, kunstvolle Näharbeiten sowie edle Teile aus Holz, Keramik und Metall. 

„Unser Kunstmarkt ist für die Besucher immer eine gute Gelegenheit, die ersten Weihnachtsgeschenke zu finden“, sagte Christian Röder von der Culturwerkstatt. Es komme vor allem auf die Qualität der Waren an. Die Käufer durften sich daher sicher sein: Sie wurden Besitzer einzigartiger Handwerkskunst - denn nahezu jedes Teil ist ein Unikat. „Seit 1986 ist der Kunstmarkt aus dem Frankenberger Veranstaltungsprogramm nicht wegzudenken“, erinnerte Bürgermeister Rüdiger Heß.

Insgesamt 37 Künstler und Kunsthandwerker stellten in Frankenberg ihre Arbeiten aus, etliche sind schon seit vielen Jahren dabei. Es präsentierten sich aber auch einige neue Aussteller: etwa Luke Imm aus Gießen, der Dekoartikel für Weihnachten und auch schon für Ostern im Angebot hatte - unter anderem gefräste Ostereier. Bunt war es am Stand von Detlef Ochse: Er stellte seine Malarbeiten in Acryl- und Pastelltechnik aus. „Es wird wieder viel gemalt“, stellte der Frankenberger fest.

Bot Deko für jede Jahreszeit: Luke Imm aus Gießen. 

Keine Wünsche ließ auch das Rahmenprogramm offen: Für Kuchen und einen Imbiss sorgten die Mitglieder des RVV Bromskirchen, Musik machten Nobby, Harry und Co., Kieran Schmidt mit Tochter sowie Jürgen Postel aus Weimar, der selbst auch seine Grafikarbeiten ausstellte. 

Drei Fragen an Christian Röder (zweiter Vorsitzender der Culturwerkstatt): 

Herr Röder, den Kunstmarkt gibt es nun schon das 32. Mal. Was macht seinen Reiz aus? 

Christian Röder: Bei uns finden die Besucher viele anspruchsvolle und hochwertige Waren, das lockt. Zudem hat unser Kunstmarkt auch soziale Komponenten. Hier werden zwischen den Künstlern viele Kontakte geknüpft, beispielsweise beim gemeinsamen Pizza-Essen am Abend. 

Es gibt immer mehr Märkte, gerade in der Vorweihnachtszeit. Ist es schwieriger geworden, Aussteller zu finden? 

Röder: Durch die Konkurrenz an vielen Orten wird es immer schwieriger, die entsprechende Anzahl an Ausstellern zu bekommen. Diesmal sind leider ein bis zwei Stände leer geblieben. Mit 37 Ausstellern sind wir trotzdem zufrieden, die Palette ist breit und rund. 

Wird es auch 2018 wieder einen Frankenberger Kunstmarkt geben? 

Röder: Die Culturwerkstatt gibt es seit Anfang 1982. Leider fehlt uns inzwischen der Nachwuchs. Wolfgang Borchert etwa war schon beim ersten Kunstmarkt vor 32 Jahren dabei. Deshalb müssen wir sehen, wie es weitergeht. 2018 wird der Kunstmarkt aber auf alle Fälle stattfinden. 

Quelle: HNA

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