Sackpfeife

Quellbach-Brücke wird 2013 fertig

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Die Bauarbeiter arbeiten derzeit unsichtbar, dafür aber gut hörbar: Sie legen letzte Hand an die Verschalung des Brückenwiderbaus an und arbeiten innerhalb der Verkleidung. Die Fundamente für das zweite Widerlager sind schon gegossen (links).Foto: Kutsch

Hatzfeld-Eifa - In großen Sprüngen geht es an der Baustelle an der Sackpfeife voran. Noch werkeln die Arbeiter an den Widerlagern, doch im September soll darauf schon der Brückenüberbau gebaut werden.

Es sieht derzeit aus, als tut sich nichts an der Baustelle: Bei der künftigen Brücke über den Quellbach stehen Autos, Kräne und Baumaterial. Die Baustelle scheint hingegen verwaist. Allerdings trügt der Schein: Die Bauarbeiter sind nicht zu sehen, aber dafür sehr gut zu hören. Sie arbeiten derzeit an dem ersten Widerlager - dem Übergang zwischen der Brücke und dem Erddamm. Sie arbeiten allerdings innerhalb der Verkleidung.

Sperrungen erst 2014

Die Verschalung brachten die Arbeiter laut Sonja Lecher, Pressesprecherin von Hessen Mobil, in den vergangenen Tagen an. Die Erdarbeiten sind abgeschlossen, die Fundamente für das zweite Widerlager an der gegenüberliegenden Seite schon gegossen. Nach den letzten Feinarbeiten geht es an den Bau des zweiten Widerlagers. „Wenn beide fertig sind, fangen wir Stück für Stück mit dem Brückenüberbau an“, sagt Lecher.

Parallel hat die Baufirma laut Lecher im Juli mit dem Bau der zweiten Brücke über den Quellfaden in Richtung Biedenkopf begonnen. „Dort sind wir gerade an den Fundamenten“, berichtet Lecher. Für den Rest des Jahres konzentriert die beauftragte Baufirma sich auf den Weiterbau der beiden Brücken. „Die Straßenbauarbeiten beginnen erst im nächsten Jahr. Vor 2014 gibt es keine Verkehrsbeeinträchtigungen durch Sperrungen.“ Kleinere Staus gebe es derzeit nur manchmal, wenn die Baustellenfahrzeuge aus den Baustellenzufahrten herausfahren. Zwei Ampelanlagen stellen dann auf Rot und legen den Verkehr für kurze Zeit still.

Zuschuss für Verbindung

Die Brücke über den Quellbach soll nach Auskunft von Lecher - bis auf kleinere Restarbeiten - in diesem Jahr noch fertig werden.

Während der bisherigen Straßensperren an der Sackpfeife nutzten unterdessen viele Autofahrer - und auch der Schwerlastverkehr - den Gemeindeverbindungswegs zwischen Lindenhof und Weifenbach als Abkürzung über die Sackpfeife. Der Weg ist für eine solche Belastung nicht ausgelegt und in sehr schlechtem Zustand. Normalerweise gibt es für den Ausbau eines Gemeindeverbindungswegs keine Zuschüsse von Kreis, Land oder Bund.„Wir prüfen den Anspruch auf Förderung“, sagt Hatzfelds Bürgermeister Dirk Junker. Schließlich werde „viel Verkehr“ über die Straße fließen. Alleine könne die Stadt die Sanierung nicht bezahlen.

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